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Pünktlich zu den Hundstagen: Hitzewelle erreicht Deutschland – wie lang sie bleibt und wann es besonders heiß wird

Am 23. Juli beginnen die sogenannten Hundstage, die heißesten Tage des Jahres in Deutschland. Bis zu 35 Grad bringt die Hitzewelle mit sich. Es wird von Tag zu Tag heißer. Und das laut Prognose wohl auch für eine längere Zeit

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Erfrischung dringend gewünscht: Nicht nur Freibäder dürften sich über die bevorstehende Hitzewelle freuen

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Der Sommer in diesem Jahr kann sich bislang sehen lassen. Nun kommen auch Extreme hinzu, denn Deutschland erwartet pünktlich zum Beginn der sogenannten Hundstage eine enorme Hitzewelle. In einigen Teilen des Landes werden bis zu 37 Grad vorhergesagt. Es wird von Tag zu Tag heißer. 

Die Temperaturen von Montag nennt der Meteorologe Markus Übel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach "noch moderat": Erwartet werden 25 Grad, am Oberrhein wird es wärmer. In Bayern kann es noch einmal gewittern. Dienstag und Mittwoch steigt die Hitze dann bundesweit fast überall über die 30-Grad-Marke. Auch nachts bleibt es warm: Der DWD rechnet in Städten mit subtropischen Nächten, in denen die Temperaturen oberhalb von 20 Grad bleiben.

Auch im Norden wird es heiß

Den vorläufigen Höhepunkt der Hitzewelle sagen die Meteorologen für Donnerstag und Freitag vorher. Dann ist bundesweit Schwitzen bei Werten um 35 Grad angesagt - entlang des Rheins wird es sogar noch heißer. Selbst auf den Inseln von Nord- und Ostsee wird es brütend heiß, so dass nur ein Bad im Wasser Abkühlung verspricht.

Eine wesentliche Wetteränderung ist nicht in Sicht. Mit Blick auf das nächste Wochenende können zwar vereinzelt Gewitter aufziehen, die Hitze soll aber bleiben. Laut Meteorologe Jürgen Vollmer vom Portal "wetteronline.de" sei es durchaus realistisch, dass die große Hitze zwei bis vier Wochen anhalten könne.  Damit bleibt die Brandgefahr nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes weiterhin hoch - auch wenn es zu Wochenbeginn noch punktuell Schauer und Gewitter geben könne. Am Sonntag veröffentlichte der DWD eine erste Bilanz der bisherigen Wärmephase. "Der Blick in die Statistik zeigt, dass auf den wärmsten April seit  Messbeginn gleich noch der Mai-Rekord gebrochen wurde", heißt es auf der DWD-Webseite. "Darauf folgte ein ebenfalls sehr warmer Juni, und in den ersten beiden Juli-Dritteln setzte sich die Sommerwärme fort."

Hitzewelle zum Start der Hundstage

Die Zahl heißer Tage, also ab 30 Grad, sei allerdings bisher nicht
ungewöhnlich gewesen, betont der DWD und fügt hinzu: "In den nächsten Tagen ist es aber soweit! Uns steht erstmals eine ausgewachsene Hitzewelle bevor."Sommerliche Hitzeperioden werden im allgemeinen Sprachgebrauch heute oft Hundstage genannt. Deutsche Kalender nennen konkret aber meist den Zeitraum vom 23. Juli bis zum 23. August. 

Mit Vierbeinern haben die Hundstage allerdings nur indirekt zu tun: Ihren Namen verdankt die sommerliche Hitzewelle dem Erscheinen des "Hundssterns" Sirius am Morgenhimmel. Dass der hellste Stern im Sternbild Großer Hund im Morgengrauen aufgeht, brachten die alten Griechen mit der sommerlichen Hitze in Verbindung.

fk / DPA

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