HOME

City Beach: Deutschland sitzt zu Hause am Strand

Urlaubsatmosphäre mitten in der City: In vielen Städten entstehen auch in diesem Jahr wieder künstlich angelegte Sandstrände. In Hamburg fällt der Startschuss am Wochenende.

Sand, Sonnenschirme und Palmen sind eingetroffen, die ersten Holzliegen gezimmert. Die Vorbereitungen in den Hamburger Beachclubs an der Großen Elbstraße und der Hafenstraße laufen auf Hochtouren. Das sonnige Wetter der vergangenen Tage ließ die Vorfreude auf baldiges Strandfeeling an der Elbe wachsen, auch die zwischenzeitlichen Regenschauer konnten sie nicht trüben. Doch das Warten der Großstädter hat ein Ende: Am Sonntag starten die Beach Clubs in die neue Saison."Wir liegen gut in der Zeit. Am Sonntag sind wir startklar", sagt Harry Woltmann, Inhaber von "Hamburg del mar". Für die Eröffnung haben sich der 36-Jährige und sein Team die Aktion "Drinks für Sand" einfallen lassen. Wer am 1. Mai echten Strandsand aus dem letzen Urlaub mitbringt, wird mit einem Freigetränk belohnt. Als Beleg für die Herkunft des Sandes reicht ein Urlaubsfoto. Auch sonst war der Beachclub, der seine Gäste in diesem Jahr mit neuer Sonnenterrasse und großer Wanderdüne verwöhnen möchte, einfallsreich. So gibt es zum Beispiel den "Rain-Check": Wer bei Regenbeginn etwas zu trinken hat, bekommt einen Getränke-Gutschein für den nächsten Besuch.

Karibik-Feeling am Pool

Auch die beiden anderen Beachclubs an der Großen Elbstraße bieten allerlei Neues. Bei "Lago Bay" steht das Gemütliche im Vordergrund. Dicht am Elbufer haben die Betreiber eine neue große Holzliegefläche aufgestellt. "Das ist unser Liegerestaurant. Auf Kissen, Teppichen und Liegestühlen können es sich die Gäste gemütlich machen. Sie können beim Essen liegen", erklärt Piet Lembke, der als Mitarbeiter der park-Eventagentur für "Lago Bay" verantwortlich ist. Das Highlight des Beachclubs ist für den 21-Jährigen aber immer noch der Pool.Mit einem Schwimmbecken kann der "Hamburg City Beach Club" zwar nicht dienen, dafür aber mit einem 15-m-langen Wasserlauf zum Füßebaden. "Wir wollen das Maritime unterstreichen", sagt Geschäftsführer Patrick Rüther. Damit das Wasser auch richtig plätschert, haben er und sein "HCBC"-Team kleine Fontänen eingerichtet. Ebenfalls neu sind in den Hang eingelassene Sonnenschrägen sowie die Health-Bar "La Fruita", an der es frisch gepresste Säfte und Smoothies gibt.

Anders als die Clubs an der Großen Elbstraße, setzt "Strand Pauli", der einzige Beachclub an der Hafenstraße, eher auf Altbewährtes. "Wir wollen gar keine gravierenden Veränderungen. Unsere Gäste waren zufrieden, deshalb machen wir genauso weiter", sagt Geschäftsführer Felix Reyes. Stolz ist der 27-jährige Marketing- Student besonders auf die "Strand Pauli"-Tangonacht: "Weltweit gibt es keine Open-Air-Tango-Tanzfläche." Die viereckige Holzplattform direkt an der Elbe ist Sonntags ab ca. 18 Uhr geöffnet. "Sobald es dämmert, legen wir los. Vom Profi-Tango-Tänzer bis zum Laie ist jeder willkommen", sagt Reyes.

"Wenn es regnet können wir einpacken"

Neben Sand, Sonnenschirmen und Palmen haben die Beachclubs noch etwas Wichtiges gemeinsam: Die Abhängigkeit vom Wetter. "Wenn es regnet können wir einpacken", bringt Jan-Philipp Höck vom "HCBC" die Sorge aller Beachclub-Betreiber auf den Punkt. Die Hamburger allerdings scheinen optimistisch, der Trend zum Strand in der Stadt ungebrochen. So gibt es mittlerweile nicht nur an der Elbe, sondern auch mitten im Stadtpark ein Strandareal. Es gehört zu "Schumachers Biergarten" und erstreckt sich seit Ende April auf über 500 Quadratmeter.

DPA, AP / AP / DPA
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity