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Kaliningrad: Airbus legt bei dichten Schneeschauern Bruchlandung hin

Ein Airbus der russischen Fluggesellschaft Aeroflot schlidderte Dienstagabend über die Landebahn hinaus. Das Fahrwerk knickte ein. Erst nach zehn Minuten rückten die Rettungskräfte an.

Dramatische Momente am Flughafen von Kaliningrad-Chrabrowo: Bei Dunkelheit, Schneeschauern, schlechter Sicht und frostigen Temperaturen befand sich ein Airbus A321 am späten Dienstagabend im Landeanflug. An Bord der aus Moskau kommenden Maschine befanden sich 171 Passagiere und 7 Besatzungsmitglieder.

Doch nach dem Aufsetzen um 22.54 Uhr Ortszeit konnten die Piloten den zweistrahligen Mittelstreckenjet trotz getätigter Schubumkehr und Bremsen auf der 2500 Meter langen Piste nicht zum Stehen bringen. Nach Angaben des Hamburger Jet Airliner Crash Data Evaluation Centre (Jacdec) schoss der erst 14 Monate alte Airbus mit der Kennung VP-BES 150 Meter über das Ende der Landebahn hinaus. Dabei knickte das Bugfahrweg ein.

Die Kabinencrew öffnete daraufhin die Türen, und über die Notrutschen gelangten die Passagiere ins Freie. Laut "Aviation Herald" registrierten die Passagiere zwei Aufsetzer bei der Landung, wobei das Flugzeug durchgeschüttelt wurde und sich Rauch in der Kabine verbreitete, nachdem das Fahrwerk weggeknickt war. 

Nach der Evakuierung mussten die Passagiere noch lange in der Kälte ausharren. Die ersten Rettungskräfte trafen erst nach 10 bis 15 Minuten ein.

Nach russischen Medienangaben wurden drei Fluggäste ärztlich versorgt, die restlichen kamen unverletzt und nur mit einem Schrecken davon. Der Flughafen wurde geschlossen. Außerdem mussten weitere Flüge nach Moskau, Minsk und Sankt Petersburg umgeleitet werden.

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Platz 12: Lufthansa, Deutschland
Nach wie vor eine der sichersten Airlines weltweit: Wie in den Vorjahren sichert sich Lufthansa den 12. Platz auf der Jacdec-Liste.


tib

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