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Mallorca: Mehr als Sangria und Strandpartys

Beim Gedanken an Mallorca tauchen zuerst Eimer voller Sangria im Kopf auf. Deutsche Landsmänner und -frauen liegen rings herum im Sand. Doch die Insel hat noch viel mehr zu bieten.

Beim Gedanken an Mallorca tauchen zuerst Eimer voller Sangria im Kopf auf. Exzessive Partys werden am Strand El Arenal gefeiert. Deutsche Landsmänner und -frauen liegen rings herum im Sand. Und in der Bar am Ballermann 6 singt Jürgen Drews "Ich bin der König von Mallorca". Doch Mallorca hat noch viel mehr zu bieten. Mit einem Mietauto entdeckt der Partymüde stille Buchten, zerklüftete Berglandschaften, winkelige Gassen mit Kopfsteinpflaster und verträumte Fischerdörfer.

Gaudis Spuren

Sogar der berühmte spanische Architekt Gaudi hinterließ in Palma de Mallorca, der Hauptstadt der größten Baleareninsel, seine Spuren. Das Innere der alles überragenden Kathedrale "La Seu" wurde von dem berühmten Künstler gestaltet. Obwohl Palma in erster Linie eine pulsierende Großstadt ist, mag man das in der Altstadt, einer Oase der Ruhe rund um die Kathedrale, beinahe vergessen. Das mittelalterliche Zentrum schmücken wunderschöne Stadtpaläste und herrschaftliche Schlösser in der Via Veri und am Passeig de Born.

Schlummer-Stadt

Im Nordosten der Insel schlummert Alcúdia, Mallorcas älteste Stadt, vor sich hin. Schon von weitem erkennt der Reisende die mächtigen Stadtmauern und Tore aus dem Mittelalter. Nostalgisch mutet die kleine Stierkampfarena an, die manchmal Schauplatz unblutiger Stierkämpfe ist. Fährt man ein Stückchen nach Norden, taucht bald der Hafen von Pollença auf. Nach 365 zypressengesäumten Stufen erreicht man den Gipfel des Kalvarienberges und genießt aus 170 Metern Höhe einen herrlichen Blick über die Bucht. Noch eindrucksvoller ist das Panorama am Rande der steilen Klippen des Kaps Formentor an der nordöstlichsten Spitze der Insel.

Der Markt von Sineu

Echtes mallorquinisches Temperament begegnet einem im Zentrum der Insel auf dem Bauernmarkt von Sineu an jedem Mittwochmorgen. Da schnattern Gänse, leuchten Orangen aus den Obstständen und füllen Blumen den "Mercat" mit ihrem Duft. Wer dem Trubel entfliehen will, sollte sich einfach durch die Gassen zum Wahrzeichen der Stadt, dem geflügelten Löwen vor der Pfarrkirche treiben lassen. Wie eine idyllische Filmkulisse erscheint das Fischerdorf Cala Figuera im Süden Mallorcas mit weiß und braun getünchten Fischerhütten und grün gestrichenen Bootshäusern.

Die Drachenhöhle

In der Nähe des Fischerdörfchens Portocristo an der Südküste höhlte das Meer riesige Hallen in die Felsen. Im Laufe der Jahrtausende entstanden bizarre Formationen aus Stalagmiten und Stalagtiten, die der Tropfsteinhöhle den geheimnisvollen Namen "Coves del Drac", Drachenhöhle, verliehen. Bei spärlicher Beleuchtung werfen die Felsgebilde seltsame Schatten. Leise klassische Musik erfüllt die größte Kammer der Höhle und verhallt in den Seitengängen.Von Monika HuberAndalusien: Sonnenrevier SpaniensIbiza und Formentera: Die weiße und die stille Insel

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