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Rums am Oslo-Airport: Wenn einem Dreamliner ein Lichtmast im Weg steht

Und es hat rums gemacht: Als am Dienstagabend eine moderne Boeing 787 am Flughafen Oslo zum Start rollte, kam der Dreamliner nicht weit: Ein Lichtmast stand plötzlich im Wege und stoppte den Langstreckenjet. Wie konnte das nur passieren?

Oslo-Gardermoen Airport am Dienstagabend: Es herrscht bereits Winter mit Schneefall und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Jedes Flugzeug, das startet, muss enteist werden. Zu den wenigen Langstreckenmaschinen, die an diesem Abend abfliegen, gehört eine Boeing 787-9 von Ethiopian Airlines.

Der Flug mit dem Kürzel ET715 soll um 19 Uhr Ortszeit via Stockholm nach Addis Abeba fliegen. Doch auf dem Weg vom Terminal zur Piste nimmt die auch Dreamliner genannte Maschine an diesem Abend einen anderen Weg. Kurz vor Erreichen der Startbahn biegt der Jet kurz nach links ab, um den Enteisungsprozess durchzuführen.

Aus Sicherheitsgründen werden im Winter Rumpf und Flügel mit einer Flüssigkeit abgespritzt. Denn Eis und Schnee erhöhen nicht nur das Abfluggewicht, sondern beeinflussen auch die Aerodynamik und reduzieren den Auftrieb.

Das schnelle Ende einer Reise

Bei diesem Schlenker passiert es: Mit dem rechten Flügel knallt die Boeing gegen eine Lichtmast. Bei der Kollision touchiert das Flugzeug nicht nur mit der Flügelspitze die Eisenkonstruktion. Der Abstand zwischen Mast und Flugzeug muss dermaßen eng gewesen sein, dass der Flügel fast auf Höhe des Triebwerks getroffen wird. Der Mast wurde durch die Wucht des Aufpralls stark verbogen, und das Flugzeug stoppte.

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"Nach dem, was ich jetzt weiß, gibt es keine Verletzten. Derzeit analysieren wir den Vorfall", sagte eine Pressesprecherin des Flughafens der norwegischen Tageszeitung "Aftenposten". Noch sind die Gründe unklar. Möglichweise war die Oberfläche des Taxiways teilweise vom Schnee bedeckt, dass die Cockpit Crew die Markierungen auf der Rollbahn nicht genau sehen konnte und das Flugzeug zu nah am Pistenrand bewegte.

Die 75 Passagiere hatten Glück im Unglück. Bei der Karambolage floss kein Kerosin aus, das sich leicht entzünden kann. Alle Beteiligten kamen mit dem Schrecken davon. Die Fluggäste mussten auf andere Flüge umgebucht werden.

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