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Air-France-Tochter Hop: Riesenvogel oder Fahrwerksteile? Plötzlich klafften Löcher im Flugzeugrumpf

Bei dem Flug einer Tochterfirma von Air France hat es einen lauten Knall gegeben. War die Maschine mit einem großen Vogel kollidiert? Erst am Boden zeigte sich das ganze Ausmaß des Schadens.

Innerfranzösische Flüge mit geringerem Verkehrsaufkommen, bei denen sich der Einsatz von Airbus-Maschinen nicht lohnt, werden seit 2013 von der französische Regionalfluggesellschaft Hop! durchgeführt. Mit kleinen Jets und Propellermaschinen werden 130 Ziele in Frankreich und im benachbarten Ausland angeflogen.

Auf einem dieser Flüge von Paris nach Aurillac, einer Stadt in der französischen Region Auvergne-Rhône-Alpes, kam am Sonntagabend ein Regionalflugzeug vom Typ ATR42-500 zum Einsatz. Kurz nach 20 Uhr hatte der mit 48 Passagieren ausgebuchte Flug mit der Nummer A5235 von der Piste des Pariser Flughafen Orly abgehoben. Doch während die Fluggäste auf dem gut einstündigen Flug vor sich hindämmerten, gab es plötzlich einen lauten Knall.

Der Zwischenfall der französische Regionalfluggesellschaft Hop! ereignete sich am 25. März auf dem Flug von Paris nach Aurillac.

Der Zwischenfall der französische Regionalfluggesellschaft Hop! ereignete sich am 25. März auf dem Flug von Paris nach Aurillac.

Nach Angaben des "Aviation Herald" beruhigten die Flugbegleiter die aufgeschreckten Insassen mit einer Durchsage. "Die Kabinen-Crew deutete an, dass nichts Ernsthaftes passiert war. Sie vermutete, dass eine Gans oder ein Eisblock das Flugzeug getroffen haben könnte."

Nach französischen Zeitungsmeldungen habe sich auch der Pilot aus dem Cockpit zu Wort gemeldet, der zu dieser Jahreszeit von einem hohen Aufkommen von Zugvögeln sprach. 

Doch erst nach der Landung gegen 21:32 Uhr auf dem Flughafen von Aurillac sahen Passagiere wie Besatzung beim Aussteigen das ganze Ausmaß des Schadens: Auf der linken Seite des Flugzeuges waren mehrere Löcher und lange Risse im oberen Teil des Rumpfes zwischen Fenster und Tragfläche zu sehen. Dort werden Bauteile nicht aus Aluminiumblechen, sondern aus Verbundwerkstoffen verwendet.

Dass der Beschädigungen durch Vogelschlag verursacht wurde, ist weniger anzunehmen. Später meldete sich die Airline mit der These, dass sich ein Gegenstand beim Ausfahren des Fahrwerks gelöst haben könnte, der die Flugzeugzelle in Mitleidenschaft gezogen hat.

Die Maschine ist jetzt vorübergehend aus dem Verkehr gezogen, und in den Fall hat sich das Bureau d’Enquêtes et d’Analyses (BEA), die französischen Behörde für Flugunfalluntersuchung, eingeschaltet.

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tib

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