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Zwischenfall in Nürnberg Urlauberjet rutscht von Landebahn

Steckt im Boden neben der Rollbahn am Flughafen Nürnberg fest: Der Airbus A330-300, der für Onur Air unterwegs ist
Steckt im Boden neben der Rollbahn am Flughafen Nürnberg fest: Der Airbus A330-300, der für Onur Air unterwegs ist
© News5/Grundmann
Welch ein Schock für 300 Passagiere, die von Berlin nach Antalya in der Türkei unterwegs waren. Bei der nächtlichen Zwischenlandung in Nürnberg ist ihr Airbus beim Ausrollen im unbefestigten Boden stecken geblieben.

So hat sich keiner der 300 Passagiere den Start in die Ferien vorgestellt, die in der Nacht zu Freitag mit einem Großraumflugzeug der türkischen Onur Air auf dem Weg von Berlin nach Antalya unterwegs waren. Nach dem Start um 0.30 Uhr auf dem Flughafen Schönefeld legte der Urlauberjet wie geplant gegen 1.30 Uhr auf dem Flughafen Nürnberg eine Zwischenlandung ein, wo es kein Nachtflugverbot gibt.

Doch beim Rollen von der Landebahn zum Terminal kam der Airbus A330 von der Rollbahn ab und blieb mit dem rechten Hauptfahrwerk in der Grasnarbe stecken. Die Passagiermaschine wurde daraufhin mit einem Spezialfahrzeug zurück auf die Landebahn gezogen. Nach Angaben des Flughafens wurde der Flugbetrieb nicht beeinträchtigt.

Ehemaliger Airbus der Düsseldorfer LTU

Die türkische Charterfluggesellschaft Onur Air betreibt nach eigenen Angaben eine reine Airbus-Flotte mit neun Maschinen vom Typ A320, zehn A321 und zehn A330. Bei dem betroffenen Airbus A330-300 handelt es sich um ein geleastes Großraumflugzeug von Saudi Arabian Airlines, das in enger Bestuhlung Platz für 358 Passagiere Platz bietet.

Laut "The Aviation Harald" war es ein Airbus mit der Kennung TC-OCA im Einsatz. Diese Maschine fliegt bereits seit mehr als 21 Jahren und gehörte früher zur Flotte von LTU. Bis vor wenigen Wochen war auf der Maschine, deren Leitwerk in den Farben von Onur Air lackiert ist, noch die Aufschrift N.C.P.C. - die Abkürzung steht für Nigeria Christian Pilgrim Commission.

In der Vergangenheit waren andere Maschinen von Onur Air bereits in mehrere Zwischenfälle verwickelt. Wegen einer fehlenden Funkverbindung zur Flugsicherung München wurde ein Airbus im August 2011 vom Jagdgeschwader 74 in Bayern abgefangen. Im Mai 2005 verhängten die Niederlande ein vorübergehendes Flugverbot für Onur Air. Flugzeugverluste oder Todesopfer sind bei Flügen mit der Fluggsellschaft nicht zu beklagen.

tib

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