"Best Job in the World" in Queensland Finalkandidatin steht fest


Clare kann Fallschirmspringen und klettern. Die 30-jährige Dolmetscherin spricht fließend Englisch und Chinesisch. Mit ihrem Video hat die quirlige Taiwanerin die Internetgemeinde überzeugt: Mehr als 150.000 wählten sie in die Endrunde für den besten Job der Welt. Und die deutschen Kandidaten? Keine Chance.

Clare Wang aus Taiwan ist die erste von elf Endrundenkandidaten für den besten Job der Welt. Sechs Monate auf den Hamiltons Island im Great Barrier Reef leben. In einer schönen Villa wohnen, den Pool sauber halten, ein bisschen schnorcheln gehen und einen Internet-Blog über das schöne Queensland schreiben. Anreise, Villa und ein Gehalt von 150.000 australische Dollar (77.500 Euro) gibt es obendrauf.

35.000 überwiegend junge Menschen hatten sich mit einem einminütigen Video bei der Tourismusbehörde des australischen Bundesstaates beworben. Zehn Kandidaten wählt die Tourismusbehörde aus. Ein Kandidat wird von der Internetgemeinde ins Rennen geschickt. Für diese Wild-Card gab es 50 Bewerber. Sie kämpften für mehrere Wochen auf der Internetseite um die Gunst der Internetnutzer.

Deutsche Kandidatin ohne Chance

Für das professionelle und quirlige Video der 30-jährigen Clare aus Taipeh stimmten 151.676 Fans. Fast drei Mal so viele wie der Zweitplatzierte aus Kanada. Die deutsche Kandidatin Mirjam Novak hatte bei der Abstimmung keine Chance. Nur 3848 Stimmen konnte sie sammeln, auch wenn sie versuchte, mit einem Auftritt bei Stefan Raab mehr Fans zu werben. Der zweite deutsche Kandidat, Student Achim Dold, stieg vorzeitig und auf eigenen Wunsch aus dem Wettbewerb aus. Die Russin Julia Jalowizyna wurde hingegen vom Fremdenverkehtsamt aus dem Rennen genommen: Sie soll für eine illegale Internet-Pornoseite gearbeitet haben.

Für Mirjam gibt es noch eine weitere Chance: Am 3. April gibt die Tourismusbehörde ihre zehn Kandidaten bekannt. Die europäische Vertretung, mit Sitz in Deutschland, darf mindestens einen Teilnehmer zum Auswahlcamp nach Queensland schicken. Zwei Niederländer, eine Griechin und zwei Franzosen stehen zur Wahl. "Drei Favoriten haben wir, aber wir werden maximal zwei schicken können", so ein Sprecher der PR-Agentur, die die Tourismusbehörde Queensland in Europa vertritt.

Die Tourismusbehörde von Queensland hatte sich die Aktion als Werbefeldzug ausgedacht, um den Nordosten von Queensland einem breiteren Publikum bekanntzumachen. Die elf Kandidaten werden zum einwöchigen Bewerbungsgespräch auf die australischen Inseln eingeflogen. Am 6. Mai soll dann der erfolgreiche Bewerber vorgestellt werden, der seinen Dienst Anfang Juli antreten muss.

DPA/AP/swd AP DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker