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Gletscher in Patagonien Perito Moreno – unterwegs auf dem eisigen Riesen

Ein Gletscher größer als die Hauptstadt:


Im Süden Argentiniens donnert es wie beim Unwetter.


Der Perito Morena herrscht über die Steppenlandschaft. Und er ist begehbar für Besucher.


"Es ist schön, weil Gletscher in der Regel schmutzig sind, und dieser ist es nicht. Er ist klar und hell. Das Eis ist sehr weiß im Zentrum." Walter Lucas, Bergführer


Kein Gletscher der Welt bietet einen solchen Zugang.


Die Expedition über den Perito Moreno führt in hellblaue Höhlen, in denen der Gletscher im Eiltempo schmilzt und der Klang Tausender Tropfen widerhallt.


Er ist Teil des drittgrößten Eisfelds der Welt – nach der Antarktis und Grönland. Der Perito Moreno gehört zu den wenigen Gletschern, die nicht an Masse verlieren.


"Es ist eine komplizierte Situation, aber der Gletscher ist einer von wenigen, die stabil sind. Es gibt Saisonschwankungen. Er wächst ein bisschen im Winter und schwindet im Sommer. Es ist eine Kombination aus der Topographie, dem Gelände, dem Tal, der Tiefe des Sees und dem lokalen Wetter." Luciano Bernacchi, Leiter des Glaciarium


Doch Perito Moreno ist eine Ausnahme.


"Das ganze patagonische Eisfeld hat in den letzten 60 bis 70 Jahren über 1000 Quadratkilometer Fläche verloren."
"Obwohl die durchschnittliche Temperatur nicht gestiegen ist, führen die ungewöhnlich heißen Sommertage zu Schmelzen, und die Gletscher verlieren durch Schmelzen und Kalben viel Masse. Und es wird im Winter nicht wiederaufgestockt." - Bernacchi


In Zeiten der Überbevölkerung, Wasserarmut und Ressourcenknappheit wird der Perito Moreno große strategische Bedeutung haben. Lucas weiß das auch.


"Wir haben ganz viel Süßwasser in diesem Gebiet. Wir haben Naturschätze, Öl und große Flüsse. Wir müssen diese Gegend schützen, weil sie wichtig ist."
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Ein Gletscher größer als die Hauptstadt: Im Süden Argentiniens donnert es wie bei einem Unwetter. Der Perito Moreno herrscht über die Steppenlandschaft. Und er ist begehbar für Besucher.

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