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Betroffene berichten Diebe am Airport: Was alles am Security Check geklaut wird

Am Band des Security Checks geht es manchmal unübersichtlich zu
Am Band des Security Checks geht es manchmal unübersichtlich zu
© izusek / Getty Images
Laptops, Armbanduhren, Portemonnaies - muss man alles bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen aufs Band legen. Dabei wird offenbar einiges geklaut, wie Betroffene und ein Flughafen-Mitarbeiter berichten.

Jeder, der schon mal geflogen ist, kennt die Prozedur: Bevor man am Sicherheitscheck die Metalldetektoren passiert, muss man Handgepäck und alles, was man in den Hosentaschen hat, aufs Band legen. Dort wird es durchleuchtet, bevor man am anderen Ende der Schleuse wieder alles an sich nimmt. Manchmal muss man auch noch kurz warten, während die Habseligkeiten schon am Ende des Bands angelangt sind.

Diesen Moment nutzen dreiste Diebe offenbar gerne aus, zumindest an Londoner Airports, wie die Daily Mail berichtet. Sie zitiert mehrere Passagiere, die bereits bestohlen wurden sowie einen langjährigen Sicherheitsmann, der berichtet, dass täglich Gegenstände am Band geklaut würden. "Die Bänder bewegen sich oft schneller als die Person durch den Body Scanner geht. Die Passagiere hängen hinterher und niemand achtet auf Diebe", sagt der Mann, der zehn Jahre am Airport gearbeitet hat. Zu den gestohlenen Gegenständen gehören Laptops, Portemonnaies, Schmuck, aber auch teure Kosmetik. Einmal sei sogar eine Handtasche gestohlen worden, in der eine Witwe die Asche ihres verstorbenen Mannes transportiert habe, berichtet der anonyme Ex-Sicherheitsmann. "Die Polizei fand die Tasche eine Stunde später auf der Herrentoilette. Das Bargeld war herausgenommen worden, aber die Asche war noch da."

Diebe mit Billigflügen unterwegs

Bei den Dieben handle es sich nach seiner Erfahrung um Profis, die eigens ein Billigticket kauften, um Zugang zum Sicherheitsbereich zu bekommen. "Es sind meistens Männer mittleren Alters, die in Gruppen arbeiten." Sie nutzen die frühen Morgenstunden, wenn alle noch sehr müde sind oder die Stoßzeiten, in denen das Gewusel rund um die Checks besonders unübersichtlich ist.

Aber wird am Airport nicht alles gefilmt, sodass die Diebe leicht zu fassen sind? Ein Problem ist der Zeitdruck. In einigen Airports seien die Überwachungsmonitore weit entfernt oder das Gefilmte werde auf Band aufgenommen und könne erst im Nachhinein angeschaut werden, sagt der Airport-Sicherheitsexperte Norman Shanks. Bis dahin können die Diebe schon über alle Berge - beziehungsweise über den Wolken - sein. Auch viele Bestohlenen wollen ihren Flug nicht verpassen und erstatten deswegen keine Anzeige. Entscheidend für eine effektive Bekämpfung der Diebe sei die Personalstärke der Sicherheitskräfte vor Ort, sagt Shanks. Hier sei vielerorts zu stark ausgedünnt worden.

Ob das Problem wirklich so groß ist, wie in dem Bericht suggeriert, ist allerdings unklar, da genaue Zahlen fehlen. Die Sprecher mehrerer britischer Flughäfen sagten übereinstimmend, solche Diebstähle seien sehr selten. 

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bak

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