Matratzen, Minibars, Teppiche Das sind die dreistesten Hotel-Diebstähle


Shampoo und Duschgel hat wohl jeder schon im Hotel mitgehen lassen. Doch es geht auch ein paar Nummern größer: Manche Hotelgäste packen Teppiche, Matratzen und ganze Minibar-Kühlschränke ein.

Über Klopapierrollen, Bademäntel und Fernbedienungen, die irgendwie in den Koffern der Gäste landen, wundert sich in der Hotelbranche niemand mehr. Doch die Langfinger werden immer dreister: Mittlerweile werden selbst Fernseher und Duschköpfe abmontiert und entwendet. Dies brachte eine aktuelle Umfrage ans Licht, die der Reiseanbieter Travelzoo unter rund 100 Hoteliers durchgeführt hat. Neben den frechsten Diebstählen wollte der Herausgeber von Reise- und Freizeitangeboten auch die kuriosesten Gäste-Anfragen in Erfahrung bringen.

Wie bekommt man ein Rudergerät in die Reisetasche?

Egal ob Lautsprecher, Perser-Teppiche, Spiegel, Kaffeemaschinen oder Gemälde – kein Einrichtungsgegenstand des Hotels ist vor Mitnahme sicher. Insgesamt habe schon mehr als die Hälfte der befragten Hoteliers es mit besonders auffälligen Diebstählen zu tun gehabt, zeigt die Befragung. "Die Liste der dreisten Hoteldiebstähle ist lang – und zum Teil äußerst kurios", sagt Christina Bathmann, Sprecherin von Travelzoo Deutschland. "Einem Hotelier wurde zum Beispiel ein Rudergerät aus dem Fitnessbereich gestohlen. Und in einem anderen Fall hat ein besonders spitzfindiger Geselle gleich die komplette Minibar abmontiert."

Auch vermeintliche Billigware, wie Brotkörbe oder Salz- und Pfefferstreuer aus dem Speisesaal, finden des Öfteren ihren Weg ins Reisegepäck der Gäste. Doch wie schafft es ein Hotelgast, eine Matratze oder gar ganze Möbelstücke zu entwenden? Dafür greifen die Banditen auf jede Menge Tricks zurück: So habe ein Gast tagelang mehr als ein Dutzend Klopapierrollen in seinem Gepäck gehortet, so Bathmann. Doch das Personal entdeckte den Geheimvorrat vor der Abreise und der Diebstahl flog auf. "Nur leider geht es nicht immer so positiv aus – und häufig bleibt es auch nicht bei solch kleinen Verbrauchsgegenständen", sagt Bathmann.

Auf Reisen mit Hausschwein

Ähnlich kurios lesen sich die ungewöhnlichsten Gäste-Anfragen: "Eine Person wollte zum Beispiel wissen, ob Hausschweine unter die Kategorie Haustier fallen und im Hotel erlaubt seien", sagt Bathmann. Darüber hinaus scheint die Sparsamkeit der Übernachtungsgäste keine Grenzen zu kennen: So wird zum Beispiel von einer Anfrage für die Unterbringung von elf Personen in einem einzigen Doppelzimmer berichtet. Ein Gast fragte sogar nach einem Preisnachlass, wenn er nur jeden zweiten Tag dusche.

yps

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