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Tierquälerei: Walhai: Weltgrößter Fisch ist vom Aussterben bedroht – doch Touristen surfen auf seinem Rücken

Zwei Männer wurden fotografiert, wie sie – möglicherweise an der Küste Mexikos – auf dem Rücken eines Walhais surfen. Der anschließende Shitstorm in den sozialen Medien ließ nicht lange auf sich warten.

Ein Walhai schwimmt mit einem Taucher

Walhaie sind die größten lebenden Fische der Welt. Sie können bis zu 12 Meter lang und bis zu 11 Tonnen schwer werden (Symbolbild)

Getty Images

Zwei augenscheinlich männliche Touristen, posieren für einen örtlichen Reiseveranstalter aufrecht auf der riesigen Rückenfläche eines Walhais und halten sich an Leinen fest, die an einem vorausfahrenden Boot befestigt sind. Möglicherweise wurden die Bilder vor der Küste einer mexikanischen Insel, in der Nähe des Badeortes Cancun, aufgenommen, wie die britische "Daily Mail" mutmaßt, die zuerst über den Fall berichtet hatte. "Sowohl der Veranstalter, als auch die Touristen sollten bestraft werden" und "Das sind asoziale Leute, denen ich alles Schlechte wünsche" lauten Kommentare der harmloseren Sorte, die auf das Posting folgten.

Zweifel bestehen jedoch daran, dass die Aufnahmen tatsächlich in mexikanischen Gewässern entstanden. Wie die "Daily Mail" mexikanische Behördenvertreter zitiert, spreche die Art der genutzten Leinen dagegen. Diese seien in der betreffenden Region nicht üblich.

Walhaie können bis zu 100 Jahre alt werden

Laut dem World Wide Fund For Nature (WWF) zählt jeglicher Wal-Tourismus zu den größten Bedrohungen für den Walhai. Oft würden die Tiere durch Touristenführer mit Futter angelockt, damit Schaulustige einen besseren Blick auf sie werfen können. Dieses Vorgehen zerstöre jedoch das gelernten Jagdverhalten der Tiere, die sich in der Folge an die Fütterungen gewöhnen würden. Daneben gefährden auch die Bootspropeller der Touristen-Tauchboote die Walhaie, weil sie sich an ihnen verletzen könnten.

Walhaie sind die größten lebenden Fische der Welt. Sie können bis zu 13 Meter lang und bis zu 12 Tonnen schwer werden.Sie stehen auf der sogenannten Roten Liste der stark gefährdeten Tiere der Weltnaturschutzunion. Werden sie in ihren Gefilden nicht gestört, können die Tiere bis zu 100 Jahre alt werden.

Quellen: "Daily Mail" / Weltnaturschutzunion / ReisereporterWWF

km

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