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Streik des Sicherheitspersonals: Flughafen Hamburg bis 23 Uhr lahmgelegt

Wenig geht mehr am Hamburger Airport: Wegen eines erneuen Streiks des Sicherheitspersonals sind bereits 110 von insgesamt 181 Flügen gestrichen worden. Ein Ende ist erst am späten Abend in Sicht.

Das Sicherheitspersonal am Hamburger Flughafen hat am frühen Mittwochmorgen erneut für einen Tag die Arbeit niedergelegt. Um 3.45 Uhr begannen die Beschäftigten ihren Streik, sagte ein Sprecher des Flughafens. Es sei abermals mit Verzögerungen und Flugausfällen zu rechnen. Fluggäste sollten Kontakt zu ihrer Airline halten und nach Möglichkeit auf die Bahn ausweichen.

Laut Flugplan sollen am Mittwoch 181 Maschinen vom Hamburger Airport abheben, 110 seien bereist gestrichen worden, sagte eine Flughafensprecherin der Nachrichtenagentur AFP. Rund 18.000 abfliegende Passagiere sind von dem neuen Streik betroffen. Die Mitarbeiter der Personenkontrolle hatten bereits in der vergangenen Woche und im Januar gestreikt.

Streiks dauern bis 23 Uhr an

Viele Reisende kamen mehrere Stunden vor dem geplanten Abflug, um rechtzeitig durch die Sicherheitskontrolle zu kommen. Teilweise bildeten sich lange Schlangen. Von den 20 Kontrollpunkten des Sicherheitspersonals sei derzeit nur einer offen. Wie schon in der vergangenen Woche ließ der Streik die Kontrollpunkte zum Nadelöhr werden. Die Gewerkschaft Verdi hatte angekündigt, dass die Arbeitsniederlegungen bis 23.00 Uhr dauern.

Mit dem Streik wollen die sogenannten Luftsicherheitsassistenten ihrer Forderung nach einem höheren Stundenlohn Nachdruck verleihen. Auf dem Hamburger Flughafen arbeiten rund 600 Beschäftigte einer Sicherheitsfirma, die die Passagiere und ihr Handgepäck vor dem Abflug kontrollieren. Derzeit bekommen die Sicherheitsleute 11,80 Euro pro Stunde. Verdi fordert in den Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft einen Stundenlohn von 14,50 Euro.

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Hier finden Sie eine Liste der Airline-Hotlines für den Hamburger Flughafen

Bereits gestrichene Flüge der Lufthansa

Bereits gestrichene Flüge von Air Berlin

nik/DPA/AFP / DPA

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