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VW-Sanierung: "Beschäftigte haben Beitrag geleistet"

Der Tarifstreit zwischen Volkswagen und IG-Metall ist beigelegt. Beide Parteien einigten sich grundsätzlich über die Sanierung von VW. Der Konzern will an der 35-Stunden-Woche festhalten.

Volkswagen und die IG Metall haben sich nach zähen Verhandlungen grundsätzlich auf die Sanierung der ertragsschwachen Kernmarke VW geeinigt. Man sei sich über Eckpunkte einig, sagten IG-Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine und Personalvorstand Horst Neumann in Hannover nach mehr als 20-stündigen Beratungen.

Künftig soll es einen flexiblen Arbeitszeitkorridor von 25 bis 33 Stunden pro Woche geben. Als finanzieller Ausgleich ist eine zusätzliche Erfolgsbeteiligung vorgesehen. Der Kompromiss könne ab 1. November gelten, sagte Meine. Voraussetzung sei, dass man sich bald wie geplant auf ein endgültiges Verhandlungsergebnis verständige.

Er bezeichnete die Lösung als "Kompromiss mit Stärken und Schwächen" und fügte hinzu: "Die Beschäftigten haben ihren Beitrag zur Sanierung der Kernmarke erbracht, jetzt ist der Vorstand am Zug."

VW will weiter Einführung einer 35-Stunden-Woche erreichen

Volkswagen hält auch nach der Tarifeinigung an ihrem Ziel der Einführung einer 35-Stunden-Woche fest. "Unser Ziel ist es, 35 Stunden pro Woche zu arbeiten", sagte Personalvorstand Horst Neumann am Freitag in Hannover. "Das heißt Rückkehr zur Fünf-Tage-Woche." Volkswagen sei zuversichtlich, zu dieser normalen Arbeitszeit zurückkehren zu können. "Die Auslastung der Werke muss aber zu Stande kommen", fügte Neumann hinzu.

Nach Angaben der IG-Metall hat VW für alle sechs westdeutschen Werke konkrete Zusagen gemacht. Dadurch werde die Beschäftigung über 2011 hinaus gesichert. So soll der neue Golf und ein zusätzliches Volumenmodell im Wolfsburger Stammwerk gefertigt werden. Die Kapazitäten für 460.000 Fahrzeuge dort werden voll ausgelastet. Zur Zeit ist Wolfsburg nicht voll ausgelastet.

Auch für die Werke Hannover, Kassel, Emden, Braunschweig und Salzgitter sei zusätzliches Produktionsvolumen vereinbart worden. "Die konkreten und verbindlichen Produktzusagen sichern die Beschäftigung über 2011 hinaus in allen sechs westdeutschen Standorten. Damit setzen wir den im November 2004 begonnenen Weg der Standort- und Beschäftigungssicherung fort", erklärte Meine.

Reuters/AP / AP / Reuters