HOME

Affäre um Steuerhinterziehung: Hoeneß spricht von "schwerem Fehler"

In der Affäre um Steuerhinterziehung haben sich schon viele zu Wort gemeldet - nur der Bayern-Präsident blieb stumm. Bis jetzt: In der "Sport Bild" äußert sich Uli Hoeneß zu den Vorwürfen.

Uli Hoeneß hat im Zusammenhang mit seiner Steueraffäre öffentlich Fehler eingeräumt. "Ich habe erkannt, dass ich einen schweren Fehler gemacht habe, den ich versuche, mit der Selbstanzeige zumindest halbwegs wiedergutzumachen", sagte der Unternehmer und Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München der "Sport Bild". Hoeneß weiter: "Ich will reinen Tisch machen. Das Gesetz bietet ja diese Möglichkeit." Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt gegen den 61-Jährigen wegen Verdachts der Steuerhinterziehung.

Der Fall hat inzwischen auch die Politik erreicht. SPD und Grüne warfen der Koalition den Schutz von Steuerbetrügern vor. Union und FDP wiesen dies empört zurück. Angesichts des höheren Entdeckungsrisikos offenbaren sich inzwischen immer mehr reuige Steuerbetrüger den Behörden.

Hoeneß hatte seine Selbstanzeige mit dem Ende 2012 endgültig gescheiterten Steuerabkommen mit der Schweiz begründet. Es sah vor, auf Alt-Kapital deutscher Bankkunden in der Schweiz anonym und einmalig eine Pauschalsteuer zwischen 21 und 41 Prozent zu erheben. Schwarzgeld wäre damit legalisiert worden. Kapitalerträge sollten von 2013 an so hoch besteuert werden wie in Deutschland.

kng/DPA / DPA
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity