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Formel-1-Spaltung: "Das ist das Ende der Formel 1"

Die Reaktionen auf die angekündigte Gründung einer alternativen Rennserie zur Formel 1 sind ganz unterschiedlich. Während Formel-1-Boss Bernie Ecclestone Gelassenheit demonstriert, sehen andere das Ende einer Ära heraufziehen.

Bernie Ecclestone (Formel-1-Chef): "Ich bin nicht besorgt. Die Formel 1 läuft seit 60 Jahren und wird weiterlaufen. Wir hatten 73 Teams, die in die WM kamen und gingen. Ich denke, das wird sich nicht ändern."

Gianni Petrucci (Präsident des Nationalen Olympischen Komitees von Italien):

"Eine Formel 1 ohne Ferrari ist undenkbar. Das wäre so, als würde man die stärkste Mannschaft aus der Fußballliga ausschließen."

Norbert Haug (Mercedes-Motorsportchef): "Man muss den Weg gehen und seinen Prinzipien treubleiben. Es gab sehr viele Vermittlungsversuche. Es geht nicht um Machtübernahme, es geht nicht um Geld, es geht nicht ums Diktieren, sondern um ein sauberes Miteinander. Es ist einfach nicht zusammen gegangen."

Mario Theissen (BMW-Motorsportdirektor):

"Leider ist die Fia von ihrer starren Haltung nicht abgerückt und hat darauf bestanden, dass sich die Teams zuerst einschreiben müssen und erst anschließend über die Regeln verhandelt wird. Das war für uns nicht akzeptabel. (...) Wir werden uns an diesem Wochenende zu diesem Thema nicht mehr äußern. Wir wollen uns hier ganz aufs Rennen konzentrieren und den Fans die Show bieten, die sie verdient haben."

Fernando Alonso (Spanien/Renault):

"Das ist das Ende der Formel 1. Eine neue Ära wird beginnen. Die neue Serie wird attraktiv. Dort werden die besten Teams und die besten Fahrer fahren."

Christian Horner (Teamchef Red Bull):

"Die Teams haben das Gefühl, einen sehr weiten Weg gegangen zu sein. Jetzt haben wir keine Alternative mehr. Wenn wir unter den derzeitigen Regeln nicht mehr in der Formel 1 fahren können, aber weiterhin Rennen bestreiten wollen, dann müssen wir uns nach etwas anderem umsehen."

Nick Fry (Geschäftsführer BrawnGP):

"Wir haben lange mit Max Mosley und Bernie Ecclestone in guter Absicht verhandelt und sind nicht ganz dahingekommen, wo wir hinwollten. Deshalb sieht es im Moment so aus, als ob wir etwas anderes machen werden."

Walter Kafitz (Nürburgring-Geschäftsführer):

"Ich hoffe, dass sich die Vernunft durchsetzen wird. Noch ist diese Hoffnung mit Sicherheit da, weil beide Seiten das gleiche Ziel verfolgen."

Jackie Stewart (dreimaliger Formel-1-Weltmeister):

"Das ist sehr schlecht für den Sport. Die Struktur der Fia ist nicht mehr zeitgemäß, sonst würde es diese Diskussionen nicht geben. Das gibt es in keinem anderen Sport. Bernie Ecclestone muss jetzt eingreifen."

DPA / DPA

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