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FUSSBALL: Schwarzer Bildschirm statt Bundesliga

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) droht damit, KirchMedia die Übertragungsrechte für den 33. und 34. Spieltag der Bundesliga zu entziehen.

Deutsche Fußball Liga droht mit Übertragungsstopp

Entgegen früherer Beteuerungen ist der von der Pleite bedrohte Kirch-Konzern offenbar nicht in der Lage, die offene Mai-Rate in Höhe von 100 Millionen Euro für die Übertragungsrechte der Bundesliga zu bezahlen. Das ergebe sich aus den Aussagen von Kirch-Insolvenzverwalter Michael Jaffe, teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) mit. Die DFL droht damit, die TV-Übertragungsrechte zu kündigen.

Ultimatum an Jaffe

Die DFL forderte Jaffe ultimativ dazu auf, bis heute zu klären, ob die vierte Rate für die Rechte gesichert sei. Die DFL sagte weiterhin, dass sie ernsthaft erwägt, dem Lizenznehmer KirchMedia die Übertragung des 33. Und 34. Spieltages, also von diesem Wochenende, zu untersagen. Auch prüft die DFL, ob man den Vertrag mit KirchMedia kündigen könne.

Spekulationen über Rettung von KirchMedia

In die Bemühungen um eine Rettung des Kirch-Konzerns kommt unterdessen nach einem Bericht der »Süddeutschen Zeitung« wieder Bewegung. Das Blatt berichtete, dass die Minderheitsaktionäre Rupert Murdoch, Silvio Berlusconi, der saudische Prinz bin Talal Al Waleed, die deutsche Rewe-Gruppe und der Investmentfonds Capital Research nun doch bereit seien, sich an der Kapitalerhöhung von 800 Millionen Euro zu beteiligen.

Abschuss von Premiere

Die Weigerung der Alt-Aktionäre, an der Kapitalerhöhung mitzuwirken, hatte die beteiligten Banken verärgert und der Sanierung bislang im Wege gestanden, heißt es in dem Bericht. In einem Brief an Jaffe und den neuen Kirch-Geschäftsführer Wolfgang van Betteray stellten die Aktionäre demnach jedoch die Bedingung, dass sich das Unternehmen »klar und vollständig« von dem defizitären Pay-TV-Sender Premiere trennt.

Aufsichtsratssitzung für Anfang Juni geplant

Hintergrund der Forderung der Alt-Aktionäre ist laut der Zeitung die Tatsache, dass Kirch-Media die Verpflichtungen aus den Verträgen mit den Hollywood-Studios erfüllen muss, Kirch-Pay-TV zurzeit jedoch für die Ausstrahlung der Filme über Premiere nichts an Kirch-Media bezahlt. Eine weitere Bedingung der Aktionäre sei die vollständige Transparenz des Unternehmens. Nach Angaben der »SZ« hat der Aufsichtsrat von KirchMedia für Anfang Juni eine Hauptversammlung einberufen.

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