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International: Süper Lig - Fenerbahce macht Titelkampf durch Sieg gegen Galatasaray spannend

Gefühlt war Galatasaray schon Meister, doch dann nagelte Fener-Keeper Demirel den Kasten zu und stellte alles auf den Kopf. Fenerbahce entführte drei Punkte beim Erzrivalen und liegt nun wieder in Schlagdistanz. 

Die Spannung im Meisterschaftskampf der türkischen Süper Lig schien zu enden, bevor sie überhaupt richtig anfing. Spitzenreiter Galatasaray hatte im Derby gegen Fener soeben den Ausgleich erzielt und allerbeste Chancen auf den Siegtreffer. Doch ein Mann dessen Name übersetzt Eisenhand bedeutet, sorgte mit seinen Paraden für Verzweiflung.

Der zweite Spieltag der Meisterrunde

Galatasaray hatte einen satten Vorsprung aus der regulären Runde mitgenommen und siegte genauso wie der einzig ernst zu nehmende Verfolger im ersten Spiel der Playoffs. Im Heimspiel gegen Fenerbahce sollten die Weichen endgültig auf Titelgewinn gestellt werden.

Mit fünf Punkten Vorsprung ging man in das ewig junge Duell, auf acht sollte er nach dem Willen des türkischen José Mourinho ansteigen. Fatih Terim hatte seine Spieler auf einen Sieg eingeschworen, ein Unentschieden im Heimspiel war den Löwen nicht gut, nicht triumphal genug. Nach dem Spiel stellte er seinem Team ein sehr gutes Zeugnis aus, monierte aber auch: "Das einzige Manko war, dass meine Spieler aus kürzester Distanz das Tor nicht trafen."

Doch der Reihe nach: Die Gastgeber boten ein spielstarkes und offensives Team auf. In vorderster Front sollten Johan Elmander und Necati Ates für die Treffer sorgen. Und letztgenannter hatte auch die erste Chance des Spiels. Doch Reto Ziegler stellte den Anfangswirbel der Gastgeber in der 17. Minute durch einen Flachschuss in die linke Ecke auf den Kopf. CimBom berannte in der Folge, angetrieben von den fanatischen Anhängern auf den Rängen, das Tor von Volkan Demirel an. Der türkische Nationalspieler fällt seit ein paar Wochen mit einem schicken Oberlippenbart auf.

Kein Vorbeikommen an Demirel 

An diesem Derby-Abend überzeugte er aber auch sportlich auf ganzer Linie. In der ersten Hälfte hielt er seinen Kasten komplett sauber, in der zweiten musste er bei einem grandios verwandelten Freistoß von Selcuk Inan hinter sich greifen. Davor und danach brachte Demirel, dessen Name übersetzt Eisenhand bedeutet, Felipe Melo, Necati Ates, Aydin Yilmaz und Selcuk Inan mehrfach zur Verzweiflung. Teilweise aus wenigen Metern knallten, schoben, zirkelten, köpften und schossen die Angreifer auf den Kasten der Eisenhand.

Es gab aber kein Vorbeikommen am Nationaltorhüter. Vielmehr wurde Gala kopflos, vernachlässigte die Abwehr und kassierte einen Treffer durch den eingewechselten Miroslav Stoch. Der Slowake setzte sich erst gegen Semih Kaya durch und überwand Fernando Muslera mit einem trockenen Schuss von der Strafraumgrenze. Milan Baros vergab noch in der letzten Minute den möglichen Ausgleich per Kopf.

"Galatasaray ist die beste Mannschaft, wir sind die größte Mannschaft der Türkei"

Nach der Partie wurde Eisenhand Demirel zu seinen Heldentaten befragt. Er wollte weniger diese kommentieren, als seine Einschätzung zur Lage des türkischen Fußballs kundtun. Demnach sei das Spiel exemplarisch für die Lage in der SüperLig.

Zwar hätte sich in diesem Derby mal wieder gezeigt, dass Galatasaray momentan die spielstärkste Mannschaft des Landes sei, sich aber trotzdem hinter Fener einzureihen hat: "Ich gratuliere Galatasaray zu dieser Leistung. Wir aber lassen uns von den Ereignissen um mögliche Spielmanipulationen nicht umwerfen. Schwebende Verfahren beeinflussen uns nicht. Fener ist der größte Verein des Landes", sprach der Keeper in die Mikrofone der wartenden Presseschare und zog sich dann zur Pflege seiner Eisenhand in die Kabine zurück.

Vorher hatten er und sein Team auf dem Rasen ausgiebig ihren Sieg gefeiert und erhielten umgehend eine Rüge durch den Imperator, so nennen Fans und Kritiker Galatasarays Coach Fatih Terim. Dieser äußerte sich folgendermaßen: "Manchmal ist es besser sich im eigenen Innern zu freuen, statt mitten auf dem Rasen im Stadion des Gastgebers." Eine sehr seltsam anmutende Kritik, an der er sich und seine Mannschaft demnächst bei Auswärtssiegen wird messen lassen müssen!

Eine Hiobsbotschaft musste Rekordmeister Fener dann aber doch hinnehmen. Der erst im Winter zu den Kanarienvögeln gewechselte Moussa Sow verletzte sich in der ersten Hälfte am Knöchel und muss einer ersten Diagnose zu Folge den Rest der Saison abschreiben. Zwei Punkte beträgt der Rückstand auf Gala jetzt nur noch. Es könnte also tatsächlich zum Showdown am 12. Mai kommen, wenn die Kanarienvögel am letzten Spieltag der Meisterrunde die Löwen zum Tanz um die Spitze bitten.

Trabzon besiegt Besiktas

Raus aus dem Titelrennen sind Besiktas und Trabzon hingegen seit mehreren Wochen. Es ging im direkten Aufeinandertreffen am Samstag darum, wer sich eine gute Ausgangslage im Kampf um die direkte Quali für die Europa League sichern kann. Und wenig überraschend setzte sich der Schwarzmeer-Club mit 1:0 gegen krisengeschüttelte Schwarze Adler durch. Den goldenen Treffer erzielte der Ex-Frankfurter Halil Altintop, dessen Nachname - das ist kein Scherz - tatsächlich goldener Ball bedeutet.

Ein wenig schrullig mutete die Ansage von Trabzons Coach Senol Günes an, der nach dem Sieg zur Titeljagd blies. Man hat zwar schon Pferde ihren Mageninhalt vor Apotheken ausleeren sehen. Aber elf Punkte Rückstand bei vier verbleibenden Spielen sind dann doch des Guten zu viel, um hier auf Optimismus zu machen, ohne dabei ein wenig realitätsfern zu wirken. Derartigen Träumen geben sich die seit sechs Spielen sieglosen Adler nicht mehr hin. Sie müssen sich so langsam auf ein Entscheidungsspiel um die EL-Quali einstellen. Wer der Gegner wird, steht noch in den Sternen.

Ex-Meister Bursa wahrte dabei seine Chancen und stieg durch den Heimsieg gegen Büyüksehir auf Rang zwei auf. Erster bleibt trotz des Unentschiedens bei Eskisehir das Team von Sivas. Alle vier Mannschaften trennt jeweils ein Punkt. Hier bleibt die Spannung also wahrscheinlich bis zum letzten Spieltag erhalten.

Serkan Agci und Bülent Yaman

sportal.de / sportal

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(