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Kritik an Bundesliga-Clubs Malanda-Berater nach Tragödie: "Die Vereine schauen weg"


Auch Tage nach dem tödlichen Unfall bewegt der Tod von Junior Malanda die Fußballwelt. Malandas Manager sieht die Schuld auch bei den Clubs. Sie würden wegschauen - damit "ihr Spitzentalent" bleibt.

Am Wochenende kam Wolfsburgs Bundesliga-Spieler Junior Malanda bei einem tragischen Autounfall ums Leben. Nun erhebt sein Manager, Peter Smeets, Vorwürfe - auch in Richtung der Clubs. "Das Problem liegt vor allem bei den Vereinen. Sie schauen weg oder wagen es nicht, streng zu sein, aus Angst, dass ihr Spitzentalent sich etwas anderes sucht", sagte Smeets der belgischen Zeitung "Het Laatste Nieuws".

Nach Angaben von Smeets sei der Wagen des Wolfsburger Mittelfeldspielers in einem halben Jahr vor dem Unfall zehnmal mit überhöhter Geschwindigkeit geblitzt worden - offenbar sei der Wagen dabei mehrmals mit mehr als 200 Stundenkilometern unterwegs gewesen. Malanda habe "fast nie" am Steuer gesessen, teilte Smeets mit.

Malanda hatte "falsche Freunde"

Für Smeets tragen die Vereine eine Mitschuld. Die Clubs müssten auch Fehler abseits des Platzes erkennen, kritisieren und zur Not auch sanktionieren. Der Manager sagte zudem, der 20-jährige Malanda sei "das Opfer seiner falschen Freunde" gewesen.

Unterdessen hat Junior Malandas belgischer Landsmann Romelu Lukaku mit einer bewegenden Geste und rührenden Worten dem tödlich verunglückten Ex-Kollegen gedacht. "Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich traurig, nachdem ich getroffen habe", schrieb Lukaku. Daneben zeigt er ein Foto nach seinem Tor zum zwischenzeitlichen 2:1 beim Pokalspiel seines FC Everton bei West Ham United, als er seinen Blick und die Arme gen Himmel richtet.

"Du fehlst mir sehr, mein kleiner Bruder"

"Junior mein Bruder, ich habe alles für dich gegeben", schrieb Lukaku, der lange mit Malanda befreundet war. Zudem spielten beide im Juniorenteam des RSC Anderlecht. Der Tod Malandas durch einen Verkehrsunfall am vergangenen Samstag hatte auch Lukaku geschockt. "Du fehlst mir sehr, mein kleiner Bruder", schrieb Everton-Profi Lukaku in der Nacht zu Mittwoch.

feh/DPA DPA

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