TSG Hoffenheim Rangnick gibt sich bescheiden


Nach dem Absturz in der Bundesliga hat Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick als künftiges Ziel die Etablierung Hoffenheims in der Bundesliga ausgegeben. Zuvor hatte es zwsichen ihm und Geldgeber Dietmar Hopp gewaltig gekracht. Rangnick hatte moniert, dass er zu wenig Geld für die nächste Saison bekomme.

Einen Tag nach dem beigelegten Hauskrach bei 1899 Hoffenheim hat der Fußball-Bundesligist seine Ziele für die kommende Saison heruntergeschraubt. Trainer Ralf Rangnick betonte auf einer Pressekonferenz am Mittwoch, dass es keine Vorgabe von Mäzen Dietmar Hopp sei, einen internationalen Wettbewerb zu erreichen. "Das Ziel ist, dass sich Hoffenheim weiterentwickeln soll, dass der Verein ein fester Bestandteil der Bundesliga wird und mit dem Abstiegskampf nichts zu tun hat", betonte Rangnick.

Manager Jan Schindelmeiser meinte: "Sollten wir im Mittelfeld der Bundesliga landen, ist das nicht gleichbedeutend mit Mittelmaß. Denn wir wissen, woher wir kommen. Wir waren vor zwei Jahren ja noch in der Regionalliga." Rangnick hatte nach der 0:4-Schlappe in Wolfsburg seinen Unmut über die geplanten nur zehn Millionen Transferausgaben geäußert und war damit auf Konfrontationskurs mit Hopp ("Ich lasse mich nicht erpressen") gegangen. In einer Erklärung vom Dienstag hatten die Vereinsverantwortlichen wieder Einigkeit demonstriert, die sie nun unterstrichen. "Wir haben am Ende festgestellt: Es gab eine übergroße Übereinstimmung und allenfalls in Detailfragen unterschiedliche Auffassungen", befand Schindelmeiser.

Die zehn Millionen, so Hopps Aussage, seien aber nicht in Stein gemeißelt. "Man kann auch mit diesem Geld auskommen, man muss es nur besonders schlau und geschickt anstellen. Wir brauchen sechs bis acht neue Spieler, damit wir besser gewappnet sind als in dieser Rückrunde", sagte Rangnick. Wenn ein besonders entwicklungsfähiges Talent auf der Liste stehe, dann könne man mit Hopp reden.

Der 50 Jahre alte Rangnick, der bis 2011 an den Aufsteiger gebunden ist, betonte erneut, dass ein Wechsel kein Thema sei: "Ich werde zu 100 Prozent meinen Vertrag erfüllen, weil ich zu 100 Prozent davon überzeugt bin, dass sich die Mannschaft weiter entwickelt", erklärte der Coach. "Wenn irgendwo eine Trainerstelle frei ist, braucht man mich nicht damit in Verbindung zu bringen. Meinen Namen kann man dann gleich von der Liste streichen."

DPA DPA

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