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Interview nach Sieg: Kroos: "Viele zuhause hätte es auch gefreut, wenn wir rausgeflogen wären"

Er war der Matchwinner, nachdem er zuvor das Gegentor verschuldet hatte: Toni Kroos. Im Interview nach dem Sieg über Schweden wählte er deutliche Worte. Die Stimmen zum Spiel.

WM 2018: Deutschland gegen Schweden - Spieler in der EInzelkritik

, Siegtorschütze: "Wir haben wieder die Phasen, in denen wir richtig gut waren, zu wenig genutzt und haben das Spiel dann verflachen lassen. So wie wir gefightet haben, haben wir uns das am Ende auch verdient. Natürlich ist da jetzt Freude. Wir wurden viel kritisiert, teilweise auch zurecht. Viele zuhause hätte es auch gefreut, wenn wir rausgeflogen wären. Das erste Gegentor geht natürlich auf meine Kappe. Du musst dann nur die Eier haben, die zweite Halbzeit so zu spielen – das sehen dann nur die wenigsten."

Marco Reus, Torschütze zum 1:1: "Ich habe bis zum Schluss daran geglaubt, wir haben nicht aufgehört Fußball zu spielen. Was soll ich zu Tonis Tor sagen? (...) Das war dann Weltklasse. Toni hat einen Fehler gemacht – und ihn dann eiskalt ausgebügelt."

Thomas Müller, deutscher Nationalspieler: "Wahnsinn, absolut. Wir haben alls reingelegt und wurden belohnt. Wir haben versucht, uns nicht aufzugeben. Manchmal wird man dafür dann belohnt. Wir hatten davor auch ein wenig Pech, Julian Brandt trifft wieder den Pfosten. Das war natürlich nicht eingeplant. Es ist nicht selbstverständlich, dass man das dann noch umbiegt. Das kann jetzt ein entscheidender Wendepunkt sein."

Thomas Hitzlsperger, WM-Experte der ARD: "Wichtig ist, dass die Spieler jetzt durch dieses Ereignis zusammenwachsen. "

Gary Lineker, ehemaliger englischer Nationalspieler, auf Twitter: "Verdammte Hölle."

Christoph Metzelder, ehemaliger deutscher Nationalspieler, auf Twitter: "Diesen Freistoß in der 94. Minute so auszuspielen, das ist einfach Weltklasse!"

Philipp Lahm, Kapitän der Weltmeister-Elf 2014: "Das ist die große Stärker der Nationalmannschaft – dass man bis zum Schluss daran glaubt. In manchen Situationen hat heute das Quäntchen Glück gefehlt. Dann fängt der Kopf an zu rattern, das hat man gespürt."

Bundestrainer Joachim Löw: "So wie der Sieg zustande kam, in der Nachspielzeit und mit zehn Spielern auf dem Platz, war er glücklich. Letztendlich war er verdient, weil wir in der zweiten Halbzeit dran geblieben sind. Wir waren etwas unglücklich im Abschluss. In der Halbzeit habe ich gesagt, dass wir nicht die Nerven verlieren dürfen, dass wir noch 45 Minuten Zeit haben. Wir haben den Gegner unter einen enormen Druck gestellt. Wir haben auf jeden Fall Konkurrenzkampf. Man kann in einem Turnier nicht immer mit derselben Formation spielen."

sw
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