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Handball-WM Acht Dinge, die Fußballer von Handballern lernen können

Acht Dinge, die sich der Fußball gerne vom Handball abgucken kann 1. Einstecken statt Rumheulen Handballer bekommen Hände ins Gesicht, ringen am Kreis, knallen auf den Hallenboden.  Machen die deswegen den Neymar? Nein! Handballer stehen einfach wieder auf. Wer liegen bleibt, ist wirklich verletzt. 2. Fairplay statt Unsportlichkeiten Trotz aller Härte: Handballer respektieren ihre Gegner. Beim ersten Spielzug klatschen sich die Spieler auf dem Feld ab. Und wenn ein Torwart nur für einen Siebenmeter ins Spiel kommt, gibt der Angreifer ihm kurz den Ball. 3. Ehrlicher Jubel statt Posen Wenn Handballer ein Tor werfen, recken sei die Arme in die Luft, ballen die Fäuste und schreien ihre Freude heraus. Was man eben macht, wenn man sich wirklich freut. Einstudierte Jubelposen wie bei Ronaldo und Co. gibt es nicht. 4. Schnell statt lahm Mittelfeldgeplänkel wie beim Fußball? Beim Handball gibt es nichtmal ein Mittelfeld! Wenn ein Team im Angriff zu lange braucht, wechselt der Ballbesitz. Wer den Ball nach einem Pfiff nicht sofort liegen lässt, kassiert eine 2-Minuten-Zeitstrafe. Und weil die Uhr angehalten werden kann, gibt es auch sonst kein Zeitspiel. 5. Spannung statt Schnarchen Langweilig wird’s im Handball bei so einem schnellen Hin und Her selten. Denn auch wenn ein Team mal mit mehreren Toren vorne liegt – das Spiel kann sich schnell wieder drehen. Viele Spiele bleiben so bis zum Ende spannend – teils fallen die entscheidenden Tore buchstäblich in letzter Sekunde. 6. Respekt statt Diskussionen Trotz der vielen Emotionen – wenn der Schiedsrichter pfeift, wird das hingenommen. Hin und wieder motzen die Spieler zwar kurz. Dann lassen sie die Schiedsrichter aber in Ruhe. Belagerungszustände wie beim Fußball gibt es nicht. 7. Bodenständig statt abgehoben 42.000 Euro im Monat verdient Kapitän Uwe Gensheimer im Monat. Damit ist er der deutsche Topverdiener. Kein Vergleich zu den Millionengehältern, die Fußballstars bekommen. Dementsprechend bodenständig präsentieren sich die Handballer neben dem Platz. Abgesehen von Handball-Vizepräsident Bob Hanning, der öfter durch extravagante Pullover auffällt.  8. Freundlich statt feindselig Schmähgesänge und Beleidigungen gegen den Gegner? Kennen die wenigsten Handballfans. Fußballfans gucken zwar etwas verächtlich auf die Klatschpappen der Handballfans. Aber statt Dauer-Sing-Sang gibt es bei den Handballern spielbezogene Unterstützung. Und wie gut das funktioniert, beweisen die deutschen Handballer bei dieser WM.
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Fußball ist der Lieblingssport der Deutschen. Aber die Handball-WM zeigt: Es gibt einige Dinge, die sich der Fußball vom Handball abgucken kann. Vom Verhalten der Spieler bis hin zu den Fans.

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