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Beachvolleyball WM: Erster Ausfall bei den deutschen Frauen

Die Kraftprobe der Beachvolleyballer mit dem Weltverband FIVB wird zur Hängepartie. Die deutschen Teams haben auf dem Schlossplatz den ersten Ausfall zu beklagen. Ines Pianka und Jana Vollmer mussten die Segel streichen.

Die Kraftprobe der Beachvolleyballer mit dem Weltverband FIVB bei den 5. Weltmeisterschaften in Berlin wird zur Hängepartie. Das Championat auf dem Schlossplatz ist trotz aller Querelen aber offenbar nicht gefährdet. Am Donnerstag wurde das Turnier fortgesetzt. Am Rande eines Empfangs des Berliner Senats im Hotel "Maritim" gab es am Mittwochabend nach Auskunft von Turnierdirektor Siegbert Brutschin "konstruktive Gespräche" zwischen FIVB-Präsident Ruben Acosta und den Spielern gegeben.

Die Aktiven fordern gleiche Verträge und Bedingungen für alle sowie ein größeres Mitspracherecht. Der Gründung einer Spielergewerkschaft, die bisher seitens der FIVB abgelehnt wurde, soll nichts mehr im Weg stehen. "Am Thema wird weiter gearbeitet, das kann aber nicht bei dieser WM zu Ende gebracht werden", meinte WM- Chef Brutschin am Donnerstag.

Die deutschen Teams haben auf dem Schlossplatz den ersten Ausfall zu beklagen. Bei den Frauen mussten am Mittwoch Ines Pianka/Jana Vollmer (Hamm/Rottenburg) mit 0:2 (18:21, 14:21) gegen Virginie Kadjo/Ethel-Julie Arjona die Segel streichen und belegten in der Endabrechnung den 25. Platz.

Stephanie Pohl und Okka Rau noch unbesiegt

Von den zwölf noch im Wettbewerb befindlichen Gastgeber-Paaren sind die Olympia-Fünften Stephanie Pohl/Okka Rau (Hamburg) nach ihrem 2:1 (21:19, 16:21, 15:10)-Erfolg über Simone Kuhn/Lea Schwer noch unbesiegt. "Wir waren gegen die im zweiten Satz perfekt spielenden Schweizerinnen schon ratlos, der Kampf hat sich ausgezahlt", sagte Pohl nach dem dritten geglückten Matchball.

Susanne Lahme/Danja Müsch (Berlin) büßten durch ein 1:2 (21:15, 13:21, 11:14) gegen Vassiliki Karadassiou/Vassiliki Arvanti (Griechenland) ihre saubere Weste ein. Für sie geht es am Donnerstag gegen die Brasilianerinnen Sandra Pires/Agatha Bedarczuk ums Weiterkommen. Rieke Brink-Abeler/Hella Jurich (Münster) unterlagen Tian Jia/Wang Fei (China) 1:2 (16:21, 21:17, 10:15).

Sara Goller/Laura Ludwig (Kiel/Leverkusen) und Helke Claasen/Anja Röder (Berlin) sind nach Erfolgen in der Verliererunde ebenfalls weiter im Wettbewerb und haben Platz 17 sicher.

Markus Dieckmann Jonas Reckermann noch nicht in Form

Von den drei Top-Duos bei den Männern feierten Markus Dieckmann/ Jonas Reckermann im ersten Spiel ein mühevolles 2:0 (21:19, 22:20) über Conrad Leinemann/Richard Van Huizen (Kanada), die vorher Kröger/Rademacher 2:1 besiegt hatten. "Wir hätten es gerne leichter gehabt, es gibt aber noch Potenzial nach oben", meinte Reckermannn. Julius Brink/Kjell Schneider (Leverkusen/Kiel) waren beim 2:0 (21:15, 21:17) gegen die Chinesen Qiang Xu/Yu Xu ohne Probleme. Ausgerechnet die Olympia-Fünften und Shanghai-Sieger Christoph Dieckmann/Andreas Scheuerpflug (Berlin) tanzten mit 1:2 (19:21, 21:12, 13:15) gegen Todd Rogers/Phil Dalhausser (USA) aus der Reihe.

Die erste Männer-Runde hatten am Vormittag von vier Gastgeber- Paaren nur Marven Polte/Thorsten Schoen aus Essen und Schüttorf erfolgreich überstanden. Die beiden Nachrücker für nicht angereiste Paare schafften nach einem Sieg über Kevin Wing sowie Sydney- Olympiasieger Dain Blanton (USA) in zwei Sätzen (21:12, 21:19) am Abend einen weiteren Erfolg mit 2:1 (19:21, 21:15, 15:12) über Andrew Schacht/Josh Slack (Australien).

Peter Juny/DPA

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