Corinne Rey-Bellet Hinrichtung im Wald


Tragödie in der Schweiz: Der Ehemann und mutmaßliche Mörder der schwangeren Ex-Skirennfahrerin Corinne Rey-Bellet ist am Mittwochabend tot aufgefunden worden. Die Polizei spricht von Selbstmord.

Der Ehemann der erschossenen Ex-Skirennfahrerin Corinne Rey-Bellet hat in einem Wald bei Ollon im Waadtland offenbar Selbstmord verübt. Die Leiche des 34-Jährigen wurde am Mittwochabend neben der Waffe geborgen. Am Nachmittag hatten vier Schüsse in der Region eine Großfahndung ausgelöst. Die Fahndung konzentrierte sich auf das zerklüftete Waldgebiet nördlich von Ollon, als Anwohner dort nach 15.00 Uhr vier Schüsse im Abstand von ungefähr 20 Minuten wahrnahmen.

Zehn Polizeipatrouillen kreisten das schwierige Gelände bis zum Abend mit Hunden ein. Im Einsatz war auch ein Heereshubschrauber mit Wärmebildkamera. Am Abend wurde dann eine Streife von einem Spaziergänger mit Hund informiert, er habe am Waldrand in der Nähe des Schießstandes von Huemoz eine Leiche gefunden. Der Tote konnte um 20.15 Uhr als der Gesuchte identifiziert werden. Er lag nur etwa 700 Meter vom Ort entfernt, wo er am Sonntagabend seinen Wagen nach der wilden Flucht vom Tatort in Les Crosets im Wallis abgestellt hatte. Die Waffe lag neben der Leiche. Der Mann hatte sich offenbar selbst gerichtet.

Ski-Star war im dritten Monat schwanger

Die Polizeibehörden äußerten sich vorerst nicht näher zu den Todesumständen und verwiesen auf die anstehende Autopsie. Vermutungen über eine Dritteinwirkung wurden aber nicht geäußert. Was es mit den vier Schüssen am Nachmittag auf sich hatte und ob sie tatsächlich eine Verbindung zum Gesuchten hatten, war laut Polizei vorerst offen. Auf jeden Fall hatten die Schüsse die Polizei in der Vermutung bestärkt, der Mann befinde sich möglicherweise noch in der Gegend.

Corinne Rey-Bellet wird am kommenden Freitag zusammen mit ihrem ebenfalls getöteten Bruder in Val-d'Illiez im Wallis zu Grabe getragen. Die Leichname sind zurzeit in der Kirche von Val-d'Illiez aufgebahrt, wo die Totenmesse stattfinden wird. Wie am Mittwoch bestätigt wurde, war die knapp 34-jährige Rey-Bellet zur Tatzeit im dritten Monat schwanger. Ihr zwei Jahre jüngerer Bruder wollte am kommenden Freitag heiraten. Die Mutter der beiden liegt weiterhin schwer verletzt im Spital.

AP AP

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