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Dopingverdacht: Zuviel Testosteron bei Sprint-Olympiasieger Gatlin

In der Leichtathletik steht Olympiasieger und Weltmeister im 100-Meter-Sprint, Justin Gatlin, unter Dopingverdacht. Er soll positiv auf "Testosteron oder seine Vorläufer" getestet worden sein.

Gatlin erklärte am Samstag, er sei von der US-Anti-Doping-Agentur informiert worden, dass er positiv auf "Testosteron oder seine Vorläufer" getestet worden sei. Die Probe sei nach einem Rennen am 22. April in Kansas City genommen worden. Er könne sich das Ergebnis nicht erklären, da er niemals wissentlich eine verbotene Substanz eingenommen, fügte der 24-Jährige hinzu. Sein Anwalt sagte, dass die B-Probe im Juli den Befund bestätigt habe. Gatlin droht damit eine lebenslange Sperre. Er war bereits 2001 bei einer Doping-Kontrolle positiv auf ein Amphetamin getestet worden und anschließend für zwei Jahre gesperrt. Gatlin hält zusammen mit Astafa Powell den 100-Meter-Weltrekord von 9,77 Sekunden.

Radsport in der Krise

Unter Doping-Verdacht steht derzeit auch der Tour-de-France-Sieger Floyd Landis. Bei dem Radrennfahrer war nach einer Etappe bei der diesjährigen Tour ein ungewöhnlich hoher Wert des männlichen Hormons Testosteron festgestellt worden. Auch Landis sagte, er könne sich das Ergebnis des Tests nicht erklären. Das Ergebnis der B-Probe könnte Montag bekannt werden. Sollte sie den Befund bestätigen, ist eine Aberkennung des Tour-Siegs wahrscheinlich.

Bereits unmittelbar vor dem Tourstart waren zahlreiche Favoriten, wie der damalige T-Mobile-Kapitän Jan Ullrich oder der Italiener Ivan Basso, wegen Doping-Verdachts von ihren Teams suspendiert worden. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat als Konsequenz aus dem Doping-Skandal bei der Tour schärfere Gesetze angekündigt.

Reuters

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