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Golf: Stricker führt auf Hawaii - Sabbatini kommt zu spät

Steve Stricker war der dominierende Spieler beim Hyundai Tournament of Champions. Mit einer 63 übernahm er die Führung an Tag zwei und distanzierte die versammelte Konkurrenz. Die Schlagzeilen schrieben aber andere. Kevin Na brillierte im Schlussspurt, während Rory Sabbatini auf die Uhr seines Caddies hereinfiel.

Steve Stricker hat mit einer beeindruckenden 63er Runde beim Hyundai Tournament of Champions auf Hawaii die Führung übernommen und die Konkurrenz bei der PGA-Saisoneröffnung nahezu deklassiert. Der US-Amerikaner geht mit einem Vorsprung von fünf Schlägen auf die letzten beiden Runden.

Mit acht Birdies und einem Eagle spielte er eine nahezu perfekte Runde und baute seine Führung auf dem Par 73-Kurs Schritt für Schritt aus. Mit 131 Schlägen liegt er unangefochten an der Spitze des Leaderboards und kann beruhigt auf die letzten 36 Löcher blicken. Gerade seine Leistung auf den letzten fünf Löchern, die er mit -5 beendete, war eine Augenweide.

Lediglich zehn der 27 Spieler sind überhaupt noch in Reichweite und haben einen Rückstand von zehn Schlägen oder weniger. "Eine ganze Zeit fühlte es sich so an, als ob ich jeden Putt versenken würde“, so Stricker auf pga-tour.com. In den letzten vier Jahren hatte er schon einige Erfolge in Kapalua einfahren können, verlor dabei ein Playoff und holte sich zudem einen vierten Rang.

Na mit beeindruckendem Finish

Ein wenig die Show stahl im allerdings sein Landsmann Kevin Na, der eine 64er Runde spielte und sich auf Rang drei verbesserte (137). Denn der gebürtige Südkoreaner hatte seine Runde mit einem Bogey an der Vier begonnen, steigerte sich dann jedoch kontinuierlich. Gerade auf der back-nine kamen die Zuschauer kaum aus dem Staunen heraus.

Denn zwischen Loch elf und Loch 15 notierte er sich vier Birdies auf seiner Scorekarte und lieferte dann den wohl besten Endspurt seiner Karriere ab. Denn auf der 17 und 18 spielte Na jeweils ein Eagle und zeigte sich natürlich begeistert. "Das ist sicherlich das beste Finish meiner Karriere.“ Vor ihm liegt neben Stricker nur noch Webb Simpson, der erneut eine 68 spielte (136).

Wer hat an der Uhr gedreht?

Vorjahressieger Jonathan Byrd, der nach Runde eins die Spitzenposition übernommen hatte, fiel mit einer 71 auf den geteilten vierten Rang zurück (138). Richtig bitter lief der Tag für Rory Sabbatini. Der einzige Südafrikaner im Feld hatte es verschlafen, pünktlich zum Abschlag zu erscheinen und wurde mit einer Strafe von zwei Schlägen belegt.

Sein Caddie Mick Doran übernahm dabei die volle Verantwortung, denn er hatte sich auf seine Uhr verlassen, anstatt auf den Abschlagpunkt zu achten, der lediglich gut 20 Meter vom Trainingsgrün entfernt lag. Da seine Uhr aber vier Minuten nachging, half auch beherzter Spurt zum Abschlag nicht mehr. "Es ist sowohl für mich als auch für Mick das erste Mal auf der Tour“, so Sabbatini gegenüber pga-tour.com. "Wir haben einfach nicht aufgepasst. Es ist einer dieser komischen Momente.“

sportal.de / sportal
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