VG-Wort Pixel

Golf Zurich Classic - Cejka sichert US Tourkarte, Dufner feiert ersten Sieg


Nach 163 Anläufen auf der US Tour und einigen knapp verpassten Turniersiegen musste sich Jason Dufner häufig die Frage gefallen lassen, warum er seinen Job nicht zu Ende bringt. Alex Cejka hatte ganz andere Sorgen, er benötigte unbedingt 67.000 Dollar Preisgeld, um weiter auf der Tour spielen zu dürfen - beide durften am Ende aufatmen.

Jason Dufner freute sich beim Zurich Classic of New Orleans über seinen ersten Turniersieg, Alexander Cejka über Rang 18 und 80.640 Dollar Preisgeld. Für beide kam der Ausgang des Turniers einer Erlösung gleich.

Der Deutsche hatte aufgrund zahlreicher Verletzungen und seiner Grasallergie im letzten Jahr seine Spielberechtigung für die US Tour verloren und für die laufende Saison eine Medical Extension erhalten. Diese räumte ihm das Recht ein, fünf Turniere im Jahr 2012 zu spielen. Bei diesen fünf Starts muss Cejka 67.000 Dollar verdienen, um zumindest ein eingeschränktes Spielrecht für den Rest des Jahres zu erhalten.

Drei Chancen hatte er bereits vertan, weil er den Cut verpasste oder wie beim RBC Heritage aufgeben musste, doch im vierten Anlauf platzte der Knoten. Angesichts des Teilerfolgs ließ sich auch der ärgerliche Fauxpas am letzten Loch halbwegs verschmerzen, der Cejka eine Top-10-Platzierung kostete. Dreimal hatte er die Spielbahn zuvor mit einem Birdie gespielt, ausgerechnet auf der Schlussrunde musste er ein Bogey hinnehmen, das ihn auf den 18. Rang zurückwarf.

Dufner muss sich die Fragen nicht mehr anhören

Über die Tourkarte musste sich Jason Dufner keine Gedanken machen, ihn beschäftigte in der Vergangenheit eher die Frage, warum er noch kein Turnier auf der Tour gewinnen konnte. Mehrfach lag er schon aussichtsreich im Rennen, allein im letzten Jahr verlor er jeweils im Stechen bei der Phoenix Open (gegen Mark Wilson) und der PGA Championship (gegen Keegan Bradley).

"Natürlich reden die Leute darüber. Warum gewinnst du nicht? Warum bringst du es nicht zu Ende? Familie, Freunde, Presse auch meine absoluten Vertrauenspersonen sprachen darüber. Nicht im negativen Sinne, aber wenn du als Spitzenreiter ins Wochenende gehst und dann 24. wirst, dann kommen natürlich diese Fragen", schilderte Dufner bei pgatour.com sein Dilemma.

Dufner spürt den Druck beim letzten Putt 

In New Orleans legte er diesen Makel endlich ab und bewies sogar im Stechen Nervenstärke. Nach vier Runden lag er mit Ernie Els mit 19 unter Par gleichauf und musste ins Playoff. Das erste Loch brachte noch keine Entscheidung, doch als Dufner beim zweiten Extra-Loch aus kurzer Distanz den Ball zum Birdie versenkte war der erste Sieg im 164. Anlauf perfekt.

"Der Druck war schon riesig. Bloß nicht vorbei putten, denn jetzt geht es um den Sieg", schilderte Dufner seine Gedanken vor dem finalen Schlag hinterher bei pgatour.com.

sportal.de sportal

Wissenscommunity


Newsticker