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Zwei Operationen Nach Horrorsturz: Radprofi Jakobsen muss sich einer Gesichtsrekonstruktion unterziehen

Fabio Jakobsen während der Spanien-Rundfahrt Vuelta ein Jahr vor seinem schweren Sturz in Polen
Fabio Jakobsen während der Spanien-Rundfahrt Vuelta ein Jahr vor seinem schweren Sturz in Polen
© Yuzuru Sunada / DPA
Radprofi Fabio Jakobsen hat sich zwei Monate nach seinem schweren Sturz während der Polen-Rundfahrt auf Instagram zu Wort gemeldet: Seine Genesung schreitet voran, aber er muss sich noch zwei Operationen für eine Gesichtrekonstruktion unterziehen.

Der niederländische Radprofi Fabio Jakobsen hat sich zwei Monate nach seinem schweren Sturz auf der Polen-Rundfahrt vom Krankenbett aus gemeldet. Zuerst musste er das Schädel-Hirn-Trauma und die diversen Prellungen und Blutergüsse auskurieren, schrieb Jakobsen, "seine Wunden/Narben im Gesicht heilen gut". Jakobsen bedankte sich außerdem bei den Ärzten und Pflegern der Universitätsklinik in Leiden für ihre Betreuung. Er war eine Woche nach dem Unfall per Privatflugzeug nach Leiden geflogen worden.

Dann kommt er auf die Folgen seines Horrorsturzes zu sprechen. Jakobsen war im Zielsprint der ersten Etappe von seinem Landsmann Dylan Groenewegen mit 80 Stundenkilometern ins Absperrgitter gedrückt worden. Anfang Oktober wird er sich einer ersten Gesichtsoperation unterziehen: "Bei der Operation wird Knochen aus meinem Beckenkamm in meinen Ober- und Unterkiefer gelegt, da dort viel Knochen fehlt", teilte Jakobsen mit. Die Heilung dauere danach "mehrere Monate".

Implantate für den Kiefer und neue Zähne

Bei einem zweiten Eingriff werden dann Implantate in den Kiefer gesetzt, damit er neue Zähne bekommen könne. Bis auf einen hatte der Radprofi beim schlimmen Crash alle verloren. Jakobsen hatte unmittelbar nach dem Unfall zwei Tage im künstlichen Koma gelegen. Zunächst war nicht klar, ob er überhaupt wieder gesund werden würde.

Patrick Lefevere, Manager von Jakobsens Team Deceuninck-Quick, hatte die Attacke im Zielsprint als "kriminell" bezeichnet und angekündigt, sich bei der Polizei zu melden. "Wir werden das nicht ruhen lassen", sagte er laut der belgischen Nachrichtenagentur Belga. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet. Mit dem Unfall wurde zudem eine neuerliche Sicherheitsdebatte im Radsport angestoßen.

tis

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