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"Er war schon immer ein Penner": Enttäuschter Gegner rempelt Frodeno während TV-Interview an, der Ironman-Sieger kontert cool

Es war ein dramatisches Rennen mit einem großen Triumphator am Ende. Doch den Sieg bei der Ironman-WM gönnt offenbar nicht jeder Kollege Superstar Jan Frodeno. Es kommt zu einer kuriosen Szene.

Triathlon: Frodeno und Haug feiern deutschen Doppelsieg beim Ironman auf Hawaii

Schon die schieren Zahlen lassen erahnen, was diese Athleten für eine Leistung abrufen: 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen. Bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii gehen die Sportler an ihre Grenzen und darüber hinaus. In sieben Stunden, 51 Minuten und 13 Sekunden und damit neuer Rekordzeit triumphierte der deutsche Superstar Jan Frodeno bei Wellen, Wind und Hitze. Nach 2015 und 2016 ist es bereits sein dritter Titel auf Hawaii. "Ich glaube, es war der Tag, den ich meine Karriere lang gesucht habe", gab der 38-jährige im Interview nach seinem Sieg zu Protokoll. 

Und Interviews gab Frodeno als großer Triumphator natürlich zahlreiche. Bei einem davon kam es zu einer kuriosen Szene. Als Frodeno gerade direkt hinter der Ziellinie einem Journalisten hinter der Kamera eine Frage beantworten will, wird der Athlet von hinten unsanft angerempelt und stolpert einen Schritt nach vorn. Zunächst guckt er irritiert, doch als er sieht, wer ihn da gerade gestoßen hat, weicht die Irritation einem verschmitzten Grinsen. "Oh, das war Alistair Brownlee mit einem kleinen Bodycheck. Verlieren kann er nicht?", fragt der Reporter. Sichtlich amüsiert antwortet Frodeno: "Nee, das war schon immer ein Penner." Um kurz danach hinterherzuschieben: "Wir haben uns noch nie verstanden und werden uns glaube ich auch nie verstehen."

Enttäuschter Brownlee rempelt Frodeno an

Der Brite Brownlee ist zweimalige Trithlon-Weltmeister auf der Kurzdistanz, zweimaliger Olympiasieger und gewann erst im Sommer seinen ersten Ironman in Irland. Für die WM auf Hawaii galt er als einer der Geheimfavoriten. Über weite Strecken hielt er auf dem Fahrrad auch trotz eines Plattfußes mit den führenden Profis mit, fiel dann jedoch deutlich zurück. Das Ziel erreichte er letztlich auf dem 21. Platz, mehr als eine halbe Stunde nach Frodeno. Vor lauter Frust ließ er sich dort dann zum unangebrachten Rempler hinreißen.

Das große sportliche Drama hatte die diesjährige Ironman-WM übrigens bereits zuvor während des Rennens geboten: Vorjahressieger Patrick Lange hatte im Vorfeld mit leichtem Fieber zu kämpfen gehabt, war trotzdem an den Start gegangen und hatte im Schwimmen auch noch gut mithalten können. Nach 70 Kilometern auf dem Rad musste er jedoch aufgeben, nachdem ihm schwarz vor Augen geworden war. Frodeno hielt an seiner statt immerhin die deutsche Siegesserie aufrecht. Seit 2013 hat kein Athlet aus einer anderen Nation mehr auf Hawaii triumphiert.

Quelle: ARD

fin

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