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Klitschko-WM-Kampf: Lewis will anscheinend mit dem Boxen aufhören

Der WM-Revanchekampf zwischen Titelverteidiger Lennox Lewis und Herausforderer Vitali Klitschko rückt in weite Ferne. Medienberichten zufolge liebäugelt der umstrittene britische Champion mit dem Rücktritt.

Der erhoffte Rückkampf zwischen Weltmeister Lennox Lewis und Herausforderer Vitali Klitschko rückt in weite Ferne. Der britische Champion nach Version des World Boxing Councils (WBC) hat laut amerikanischen Medien den als Kampftermin vorgesehenen 24. April verschieben lassen. Nächstmögliches Datum für eine Zweitauflage, wäre nunmehr der 15. Mai. Medienberichten zufolge liebäugelt Lennox Lewis offenbar mit dem Karriere-Ende. "Lewis wird sich aus dem Ring zurück ziehen", schrieb die englische Zeitung «The Guardian» am Donnerstag. "Lewis hört auf. Champ Lennox verbeugt sich auf dem Gipfel", meinte der "Daily Mirror". Nach übereinstimmenden Medienberichten aus England soll Mama Violett Lewis ihrem Sohn eindringlich geraten haben, mit dem Boxen aufzuhören.

Klitschko- Manager Klaus-Peter Kohl zeigte sich überrascht über die Entwicklung. "Es ist für uns unverständlich, was Lewis im Moment macht. Wir haben den Eindruck, dass er mit uns spielen will", sagte l am Donnerstag. "Es liegt Lewis ein Angebot für einen Kampf gegen Vitali Klitschko mit einer Garantiesumme in Höhe von 20 Millionen Dollar plus einer Beteiligung an den Pay-per- View-Einnahmen vor", ergänzte Kohl.

Trainer Steward ratlos

In der Vorwoche hatte Lewis-Trainer Emanuel Steward noch angekündigt, dass sein 38 Jahre alter Schützling bis Ende Januar bekannt geben werde, ob er gegen den älteren der Klitschko-Brüder zum Rematch antritt oder seinen Titel freiwillig abgibt. "Ich bin enttäuscht und verärgert, dass er sich nicht erklärt hat", stellte Steward nunmehr frustriert fest. Er wisse nicht einmal, was Lewis derzeit wirklich mache. Ihm sei die Sache jetzt auch egal: "Ich habe beschlossen, mich nicht mehr mit dieser Geschichte zu beschäftigen."

Corrie Sanders möglicher Ersatzgegner

Der Weltverband WBC hat das Ultimatum für die Entscheidung von Lewis auf den 1. März festgesetzt. Nach Ablauf der Frist würde der WM-Titel für vakant erklärt werden. Klitschko, der bei Promoter Klaus-Peter Kohl im Hamburger Universum Boxstall unter Vertrag steht, müsste dann gegen den Zweitplatzierten der WBC-Weltrangliste, Corrie Sanders (Südafrika), um den begehrten Gürtel boxen. Lewis hatte das erste Duell gegen den sechs Jahre jüngeren Ukrainer im vorigen Juni in Los Angeles nur durch verletzungsbedingten Abbruch nach der sechsten Runde gewonnen.

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