Marion Jones Olympiasiegerin gesteht Doping


Die dreimalige Olympiasiegerin Marion Jones hat nach einem Bericht der "Washington Post" gestanden, vor ihren Erfolgen bei den Olympischen Spielen im Jahr 2000 in Sydney mit Steroiden gedopt zu haben. Ihr damaliger Trainer soll die Sprinterin zwei Jahre lang mit der verbotenen Substanz versorgt haben. Jones droht jetzt eine Gefängnisstrafe.

Wie die Zeitung in ihrer Internet-Ausgabe am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf einen Brief des ehemaligen US-Sprintstars an Freunde und Familienmitglieder weiter berichtete, habe Jones demnach von 1999 an zwei Jahre lang Steroide genommen. Eine Vertrauensperson habe die wesentlichen Angaben in dem Brief gegenüber der "Washington Post" bestätigt.

Jones schrieb nach den Angaben, sie habe die Substanz von ihrem damaligen Trainer Trevor Graham erhalten. Graham habe ihr erklärt, es handele sich um ein Nahrungsergänzungsmittel. Jedoch hätte sie misstrauisch werden müssen, als Graham ihr empfohlen habe, das Nahrungsergänzungsmittel geheim zu halten. Außerdem habe sie nach der Einnahme des Präparats eine leistungssteigernde Wirkung gespürt.

Aberkennung der Medaillen droht

Graham wollte auf Anfrage der Zeitung keinen Kommentar abgeben. Jones wolle vor einem Bundesgericht heute (Freitag) in New York zugeben, dass sie in zwei Anklagepunkten gelogen habe.

In der Vergangenheit hatte die heute 31-jährige Jones immer bestritten, Steroide oder andere leistungssteigernde Mittel genommen zu haben. Sie war im Jahr 2004 im Zusammenhang mit dem Skandal-Labor BALCO in San Francisco gebracht worden. Jones hat zudem nach US- Medienangaben gravierende Finanzprobleme.

Marion Jones drohen drei Monate Gefängnis und die Aberkennung ihrer fünf Olympiamedaillen. Sie hatte in Sydney über 100 und 200 m und mit der 4x400-m-Staffel Gold, sowie im Weitsprung und in der 4x100-m-Staffel Bronze gewonnen

kbe mit AP/DPA


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