Leichtathletik-Skandal Olympiasiegerin Marion Jones gedopt


Die dreifache US-Olympiasiegerin Marion Jones ist nach der amerikanischen Leichtathletik-Meisterschaft im Juni positiv auf Doping getestet worden. In der A-Probe der Sportlerin wurde das synthetische Hormon EPO nachgewiesen.

Die amerikanische Sprint-Olympiasiegerin Marion Jones ist nach einem Bericht der "Washington Post" im Juni bei einer Sportveranstaltung in den USA positiv auf Doping getestet worden. In einer Urinprobe sei die leistungssteigernde Substanz Erythropoietin nachgewiesen worden, berichtete die Zeitung in der Nacht zum Samstag auf ihrer Internetseite. Ein Gewährsmann der Nachrichtenagentur AP bestätigte mittlerweile den Bericht der Zeitung.

Jones war am Freitag wenige Stunden vor dem Golden-League-Meeting "Weltklasse in Zürich" überstürzt aus der Schweiz abgereist. Nach Angaben ihres amerikanischen Managements kehrte die 30 Jahre alte Leichtathletin aus persönlichen Gründen in die Heimat zurück. Marion Jones hatte insgesamt drei Starts in Europa vorgesehen.

Comeback mit Fabelzeit

Die dreimalige olympische Goldmedaillengewinnerin von 2000 in Sydney war im Zuge des Skandals um das kalifornische Labor BALCO unter Doping-Verdacht geraten. Ihr ehemaliger Ehemann, Ex- Weltrekordler Tim Montgomery, hatte wegen einer Doping-Sperre seine Karriere im Jahr 2005 beendet. Marion Jones hatte nach einjähriger Pause im Mai mit 11,06 Sekunden über 100 Meter im mexikanischen Veracruz ein erfolgreiches Comeback gefeiert.

DPA/AP


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