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Mehr Sport: Judd Trump gewinnt die UK Championship

Die UK Championship sind vorbei und Judd Trump hat sich die Trophäe gesichert. In einem großartigen Finale gewann der Engländer 10:8 gegen Mark Allen. Die Woche war von hohem Niveau gekennzeichnet, aber auch von verbalen Attacken gegen Barry Hearn sowie Rücktrittsankündigungen von Ronnie O'Sullivan und Ali Carter.

Judd Trump hat die UK Championship in York gewonnen und nach den China Open seinen zweiten Titel bei einem Ranglistenturnier eingefahren. In einem hochklassigen Finale setzte sich der Engländer mit 10:8 gegen Mark Allen durch. Für den Nordiren sah es lange nach einer Demontage aus, bevor das Match denkwürdige Züge annahm.

Für Mark Allen, der nach fünf verlorenen Halbfinals erstmals das Finale eines Ranglistenturniers erreichte, begann die erste Session wie gemalt. Zwar holte Judd Trump sich den ersten Frame, doch bis zum Midsession Interval gab Allen keinen Frame mehr ab und baute seine Führung auf 3:1 aus.

Doch Trump ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Abgesehen vom Auftakt gegen Dominic Dale, als er am Rande einer Niederlage stand, zeigte der 22-Jährige bis zum Finale eine großartige Leistung. Und während der Pause erklärte Trump dann via twitter, dass er nun in den "frechen“ Modus wechseln würde.

Ein Finale der Extraklasse

So sicherte er sich die folgenden vier Frames, um mit einem beruhigenden 5:3-Polster die erste Session zu beenden. Die zweite Session sollte es dann in sich haben. Denn Trump drehte nun auf. Nicht, dass Mark Allen schlecht gespielt hätte, gegen einen fehlerlosen Trump konnte er jedoch nichts ausrichten.

In den zehn Frames, die insgesamt in der zweiten Session gespielt wurden, gab es sechs Breaks von über 70 Punkten zu sehen, dazu eine handvoll Centurys. Und als Trump auf 8:3 davongezogen war, zeigte Allen zwei Serien von über 100 Punkten. Vor dem Midsession Interval verkürzte er mit einer 139 auf 4:8 und eine 133 brachte ihm das 5:8.

Allen kurz vor der Sensation

Erinnerungen wurden wach an das Finale 2010, als Mark Williams bereits mit 9:5 geführt hatte und John Higgins das Kunststück vollbrachte, noch mit 10:9 zu gewinnen. Und Allen hatte spätestens nach dem 9:5, das Trump sich mit einer 76 holte, nichts mehr zu verlieren. Ab diesem Zeitpunkt machte Allen keine Fehler mehr. Kam er an den Tisch, räumte er ihn ab – und dies bis zum 8:9.

Trump hatte Chancen, konnte sie jedoch nicht nutzen. Erst als Allen einen langen Einsteiger verschoss, schaffte Judd Trump das 10:8 und war überglücklich. "Nachdem ich das WM-Finale verloren habe, ist es natürlich fantastisch, hier zu gewinnen. Es hat lange keinen Gegner mehr gegeben, der so grandios gegen mich gespielt hat. Mark hat einfach keine Fehler gemacht. Insgesamt war es eine tolle Woche mit einem grandiosen Publikum.“

Allen vs Hearn

Es war insgesamt eine Woche auf hohem Niveau, auch wenn die Finalpaarung ein wenig überraschte. Titelverteidiger John Higgins war erwartet worden und auch Spieler wie Ronnie O'Sullivan, Neil Robertson oder Mark Selby hatten sich Chancen ausgerechnet. Im Halbfinale standen dann aber Spieler wie Ricky Walden und Mark Allen.

Und Allen hatte nicht nur sportlich auf sich aufmerksam gemacht. Schon vor der UK Championship hatte es viele Diskussionen über das verkürzte Format gegeben. Viele Spieler hatten erklärt, dass Barry Hearn die Tradition zerstören würde. Jede Medaille hat natürlich zwei Seiten und Diskussionen sind auch erlaubt. Aber Mark Allen, der öfter den Mund aufmacht, bevor er nachdenkt, attackierte Hearn scharf.

"Auf lange Sicht gesehen hat er vielleicht viel für den Sport getan, aber für meine Generation gilt das nicht“, hatte Allen gegenüber eurosport.co.uk erklärt. "Es wird Zeit, dass ein Anderer sich versuchen darf. Als Barry kam, hat er gesagt, die WM und die UK Championship nicht anfassen zu wollen. Keine 18 Monate später hat er es getan. Ich habe keine Zweifel, dass er auch die WM verändern und die Tradition ruinieren wird.“

Und Allen legte nach, gab zu Protokoll, dass er Hearn damals nicht gewählt habe: "Ich denke nicht, dass viele Spieler mit ihm glücklich sind. Aber jeder, der für ihn gestimmt hat, muss es sich selber ankreiden. Ich habe nicht für ihn gestimmt. Es geht auch nicht darum, möglichst viele Leute zu erreichen, die dann eine schöne Zeit haben und ein paar Drinks nehmen. Er muss weg von dem Darts-Faktor.“

Hearn kontert - O'Sullivan denkt an Rücktritt

Es kam, wie es kommen musste. Hearn ließ diese Attacke nicht auf sich sitzen: "Ich bin zu beschäftigt, um mir Gedanken über die Aussagen eines verrückten kleinen Jungen zu machen. Seine Aussagen sind eine Schande und haben das schöne Turnier überschattet. Ich bin glücklich, diese Situation an den Disziplinarausschuss abgeben zu können.“ Allen konterte daraufhin: "Als ich mich zuletzt informiert habe, hatten alle Spieler eigentlich das Recht der freien Meinung. Wenn er beleidigt ist, ist das sein Problem. Will er rechtliche Schritte einleiten, werde ich dagegen kämpfen.“

Eine ganz andere Diskussion gab es um mögliche Rücktritte von Ali Carter und Ronnie O'Sullivan. Es ist kein Geheimnis, dass O'Sullivan sich mit Depressionen plagt und schon sehr oft über das Ende seiner Karriere nachgedacht hat. Seine Niederlage gegen Judd Trump im Achtelfinale war ein erneuter Auslöser, über einen solchen Schritt nachzudenken.

"Ich denke, es gibt mehr im Leben als Snooker“, so O’Sullivan gegenüber der BBC. "Ich habe keine Lust, ständig alleine zu sein. Ich will nicht ständig alleine um die Welt reisen und immer alleine mit meinen Ängsten und Emotionen sein. Ich will mein Leben auch genießen. Ich bin nun 36 und ich würde gerne jemanden kennenlernen und mein Leben mit jemandem verbringen. Aber wenn ich mich so fühle, wie zwischen den Turnieren, dann ist es sehr schwierig. Es gibt mehr im Leben, zumindest für mich.“

Es ist schwer zu sagen, ob es allein an der Niederlage lag. O'Sullivan selber verneinte dies: "Ich sage das nicht, weil ich gerade sauer oder verletzt bin. Manchmal muss man einfach die Wahrheit aussprechen. Ich werde mit Steve Peters darüber sprechen, aber für mich gibt es eben ein Leben nach Snooker“, erklärte er auf prosnookerblog. Dr. Peters ist sein Psychologe und jeder Fan wird hoffe, dass ein Rücktritt noch in weiter Ferne liegt.

Carter hat keine Lust mehr

Auch Ali Carter, der sich Mark Allen im Achtelfinale mit 2:6 geschlagen geben musste, erklärte via twitter seinen Rücktritt. "Am Ende der Saison werde ich aufhören. Ich kann es kaum erwarten.“ Kurze Zeit später legte er nach: "Das ist mein voller Ernst. Das Leben ist zu kurz, um etwas zu tun, das man nicht mag.“ Danach musste sich der Captain viel Hohn und Spott von anderen Spielern gefallen lassen.

Mark Williams, Mark King, Michael Holt und andere Profis lieferten sich eine Schlacht an Kommentaren und mancher Spieler spekulierte auf noch mehr Rücktritte, um kampflos in die Top 32 zu gelangen. Und Carter erklärte später, dies vielleicht nicht unbedingt über diesen Kanal hätte machen sollen.

Wie auch immer Carter und O'Sullivan sich entscheiden, es war eine spektakuläre Woche. Es wurde viel Werbung für den Sport gemacht und es gab fantastische Duelle zu sehen. Judd Trump ist ein verdienter Sieger, der sich in der Weltrangliste auf Platz fünf hinter John Higgins verbessert hat. Und auch wenn man als Traditionalist die kurzen Distanzen vielleicht im Vorfeld verteufelt hat, der Qualität und dem Niveau hat es nicht geschadet.

Gunnar Beuth

sportal.de / sportal

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(