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NBA Grizzlies gewinnen bei den Clippers und erzwingen Playoff-Spiel 7


Angeschlagen gingen Chris Paul und Blake Griffin in das sechste Spiel ihrer Los Angeles Clippers gegen die Memphis Grizzlies, das ihnen im Falle eines Sieges das Conference Semifinale beschert hätte. Doch die Grizzlies drehten den Spieß um und erzwangen die entscheidende Partie in eigener Halle.

Die Memphis Grizzlies haben durch ein 90:88 bei den Los Angeles Clippers ein siebtes Spiel in der NBA-Playoff-Serie erzwungen. Dabei taten die von Marc Gasol und Zach Randolph angeführten Grizzlies genau das, was zuvor das Erfolgsrezept der Clippers gewesen war: Sie drehten die Partie in den letzten Minuten und ließen die ohnehin schon angeschlagenen Gastgeber am Ende wörtlich ihre Wunden lecken.

"Das tat weh", resümierte folgerichtig Chris Paul, der durch Verletzungen am Hüftmuskel und am Mittelfinger nicht 100-prozentig in Form ist, gegenüber espn.com. "Jetzt müssen wir gewinnen. Aber wir sind bereits vorher nach Memphis gefahren und haben dort gesiegt. Und ich habe jetzt ein paar Tage Zeit, um gesund zu werden", blickte er laut latimes.com nach einer durchwachsenen Leistung mit elf Punkten und sieben Assists. Er ging mit sich auch hart ins Gericht: "Einer der Schlüssel zu ihrem Sieg waren zwei meiner Ballverluste", erklärte er der LA Times zerknirscht.

Clippers-Topscorer Blake Griffin (17 Punkte), der mit einer Knieverletzung in die Partie gegangen war, wollte nach einer verspielten Acht-Punkte-Führung Mitte des vierten Viertels nichts von Schuldzuweisungen wissen: "Es ist sicher nicht an der Zeit, mit dem Finger aufeinander zu zeigen", beschwor er gegenüber ESPN die mannschaftliche Geschlossenheit.

Mit Defensive ins NBA-Geschichtsbuch

Die haben die Clippers angesichts der schweren Aufgabe nach zwei Niederlagen in Folge auch nötig – seit Gründung der NBA 1948 hatten 80 Prozent der Heimteams in den jeweils entscheidenden Playoff-Partien die Nase vorne. Für einen Eintrag in das Geschichtsbuch der Liga könnten die Grizzlies allerdings auch sorgen, sie wären erst das neunte Team in der Historie, das einen 1:3-Serienrückstand noch dreht.

Zu verdanken hätten dies die Grizzlies vor allem ihrer Defensive, wie Matchwinner Marc Gasol, der es auf 23 Punkte brachte, gegenüber espn.com feststellte: "Wir haben uns auf die Verteidigung konzentriert und das war der Hauptgrund für den Sieg", so Gasol, der gemeinsam mit Zach Randolph (18 Punkte/16 Rebounds) die Schwächen der angeschlagenen Clippers glänzend zu nutzen wusste. Doch auch wenn die Grizzlies mit einem Heimvorteil in das siebte Spiel am Sonntag gehen, für Memphis-Coach Lionel Hollins gilt laut espn.com: "Am Sonntag kann jeder gewinnen."

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