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NBA Mavericks gewinnen gegen Spurs drittes Spiel in Folge


Der Auftritt der Dallas Mavericks im texanischen Duell gegen die San Antonio Spurs erinnerte an den Playoff-Lauf des letzten Jahres. Beim 106:99 überzeugten die Mavs durch Team- und Kampfgeist, besonders die alten Recken um Dirk Nowitzki zeigten ihr Können.

Bei den Dallas Mavericks scheint die Angst, die Playoffs zu verpassen, genau die richtige Reaktion ausgelöst zu haben. Gegen die San Antonio Spurs, zweitbestes Team der Western Conference und texanischer Lokalrivale, gab es beim 106:99 den dritten Sieg in Folge.

Die Spurs scheinen das Team zu sein, das aus den Mavericks immer wieder Top-Leistungen herauskitzeln kann. Schon in den vergangenen Jahren gab es zahlreiche erinnerungswürdige Duelle in den Playoffs und der Regular Season, und auch in dieser Saison bietet die Serie zwischen beiden Teams einiges, um Basketballfans zu begeistern. Gab es im ersten Spiel Anfang Januar noch eine deftige Niederlage, konnte das zweite Duell nach Verlängerung gewonnen werden. Im heutigen Spiel lagen die Mavs zu keinem Zeitpunkt in Rückstand und sicherten sich einen souveränen Sieg.

Freie Tage helfen – Teamgeist stimmt

Die Mühen von Coach Rick Carlisle, das Team des Meisters auf eine gemeinsame Marschroute einzuschwören, scheinen gefruchtet zu haben. Gegen die Spurs, in den letzten Jahren immer wieder einer der härtesten Gegner der Mavs, gab es endlich mal wieder einen völlig überzeugenden Start-Ziel-Sieg. Von Beginn an agierte Dallas konzentriert, zeigte gutes Teamplay – fünf Mavs-Spieler konnten zweistellig punkten – und verlor auch in den entscheidenden Phasen nie den Faden.

Hilfreich dabei dürften vor allem die Pausen zwischen den letzten Spielen gewesen sein. Während man den Spurs um ihre alternden Stars Tim Duncan und Manu Ginobili anmerkte, das sie den zweiten Abend hintereinander auf dem Parkett standen, wirkten die Mavericks vor allem geistig ausgeruht. Es wurde dem Nebenmann ausgeholfen, es wurde der freie Schütze gesucht, anstatt Würfe zu erzwingen – kurzum, die Mavericks agierten wieder als Einheit.

Nowitzki, Terry, Kidd – Verlass auf die alte Garde

In den ersten beiden Vierteln war es vor allem Dirk Nowitzki, der den Vorsprung seiner Mannschaft ein ums andere Mal mit sicheren Sprungwürfen sicherte. Vor allem der im letzten Jahr von allen Gegnern noch so gefürchtete Fade-Away-Jumper aus der Halbdistanz fiel wie zu Playoff-Zeiten der letzten Saison. Allein 19 seiner am Ende 27 Punkte erzielte er in der ersten Halbzeit.

Zur Pause stand zwar nur eine Zwei-Punkte-Führung auf der Anzeigetafel, doch im Verlauf des dritten Viertels konnten dann vor allem Jason Terry und Jason Kidd mit wichtigen Körben einen Vorsprung herauswerfen, der bis zum Ende der Partie nicht mehr abgegeben wurde. Kidd, in dieser Saison selten mit zweistelligen Punktzahlen an Spielen beteiligt, konnte insgesamt vier seiner fünf Dreier verwandeln und kam am Ende auf 14 Punkte sowie zehn Assists – sein erstes Double-Double der Saison.

Der Kampfgeist ist zurück

Vor allem der wiedergefundene Kampfgeist der Mavericks lässt vielleicht doch wieder auf etwas mehr hoffen als nur den Kampf um den letzten Playoff-Platz. Es wurde nach Bällen gehechtet, um Rebounds gekämpft und sich immer wieder gegenseitig angefeuert – kurzum, genau die Tugenden, die die Mavericks im letzten Jahr zum Meister hatten werden lassen. Vor allem unter den Körben, wo Dallas sie Reboundstatistik klar mit 48:35 für sich entscheiden konnte, war der Titelverteidiger im Vergleich zu vielen Spielen der letzten Wochen kaum wiederzuerkennen.

Um so erstaunlicher, das der Sieg ohne den vielleicht besten Defensivspieler der Mavs, Shawn Marion, herausgespielt werden konnte. Marion hatte sich mit Schmerzen im Knie krank gemeldet, war aber von Vince Carter bestens vertreten worden.

Bei den Spurs, die am Abend zuvor immerhin Tabellenführer Oklahoma City hatten schlagen können, waren Tim Duncan und Daniel Green mit 17 Punkten die besten Schützen. Stephen Jackson, unter der Woche noch per Trade von den Golden State Warriors geholt, kam in 17 Minuten auf fünf Punkte.

Celtics rutschen weiter ab

Immer größere Sorgen um das Erreichen der Playoffs müssen sich die Boston Celtics machen. Einen Tag nach dem Debakel gegen die Sacramento Kings gab es beim 91:98 gegen die Denver Nuggets die vierte Niederlage aus den vergangenen sieben Spielen.

Vor allem die Reboundschwäche sowie eine miserable Quote von der Dreier-Linie sorgten für einen frühen Rückstand, dem die Celtics das gesamte Spiel über hinterher liefen. Boston steht jetzt nur noch 3 Siege vor den Milwaukee Bucks, dem engsten Verfolger um die Post-Season-Plätze.

Oliver Stein

sportal.de sportal

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