Olympische Spiele Schock für die Langläufer


Kurz vor Beginn der Winterspiele in Turin hat die deutsche Delegation eine Hiobsbotschaft ereilt. Ski-Langläuferin Evi Sachenbacher-Stehle wurde ein erhöhter Hämoglobinwert nachgewiesen - sie wurde für fünf Tage gesperrt.

Die deutsche Olympia-Hoffnung Evi Sachenbacher- Stehle muss auf das Auftaktrennen in der Doppelverfolgung am Sonntag in Pragelato verzichten. Bei der Skilangläuferin aus Reit im Winkl wurde bei der obligatorischen Blutkontrolle vor Beginn der Olympia-Wettkämpfe ein zu hoher Hämoglobinwert von 16,3 festgestellt. Erlaubt ist ein Wert von 16,0. Das bestätigten der Deutsche Skiverband und Jörg Capol, der Renndirektor Langlauf des Internationalen Ski-Verbandes (FIS). Die Staffel-Olympiasiegerin von 2002 wurde wie sieben weitere Olympia- Starterinnen und Starter von der FIS mit einer Schutzsperre von fünf Tagen belegt.

Neuer Test am 13.Februar

Sachenbacher-Stehle neigt beim Aufenthalt in der Höhe zu Hämoglobin-Werten, die über der erlaubten Grenze liegen. Deshalb hatte der Deutsche Skiverband (DSV) im vergangenen Jahr eine Ausnahmegenehmigung für die 25 Jahre alte bayerische Läuferin beantragt, die allerdings von der FIS nicht erteilt wurde. Zu hohe Hämoglobin-Werte können auf Blutdoping hinweisen, aber auch auf natürliche Weise ohne unerlaubte Manipulation zustande kommen.

Am 13. Februar werden die gesperrten Läufer erneut getestet. Liegen die Werte dann im erlaubten Bereich, dürfen sie bei den nachfolgenden Olympia-Rennen wieder starten.

DPA DPA

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