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Sportwelt: Berufssportler beklagen "alarmierende Missstände"

Berufssportler beklagen "alarmierende Missstände"

Hamburg - "Alarmierende Missstände" hat "sports-union in ver.di", eine Interessenvertretung von Berufssportlern und -trainern, bei einer Umfrage unter 800 aktiven Leistungssportlern festgestellt. Dies berichtet der stern in seiner neuen Ausgabe. 70 Prozent der Sportler und 50 Prozent der Trainer klagen danach über starke gesundheitliche Belastung. Die Hälfte der Athleten besitzt keine Sportinvaliditäts-, Krankentage- oder Rechtsschutzversicherung; 60 Prozent der Trainer haben keine Berufsunfähigkeitsversicherung – meist aus finanziellen Gründen. "Bei einem Unfall stehst du vor dem Nichts", sagten viele Befragte.

Zwei Drittel der Sportler haben keine berufsspezifische Ausbildung; 75 Prozent sind mit Weiterbildungsangeboten unzufrieden. Weitere Probleme: "Kettenverträge", Willkür und schlechte Zahlungsmoral vieler Arbeitgeber. "Es wird Zeit, den Berufssport endlich zu professionalisieren", sagte Sven Wehrmeyer von "sports-union" dem stern. "Das heißt: vernünftige Tarifverträge einzuführen, wie sie in der freien Wirtschaft vollkommen üblich sind." Die Umfrage ist laut Wehrmeyer die umfangreichste, die jemals im deutschen Leistungssport durchgeführt wurde.

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