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Tour de France: Berg der tausend Leiden

Die Tour de France beginnt nach einer turbulenten Auftaktwoche jetzt so richtig – in den Pyrenäen stehen die beiden ersten Bergriesen auf dem Streckenplan. Vor allem einer genießt den ehrfürchtigen Respekt des Feldes: der Tourmalet, der mythische Berg der Pyrenäen.

Von Nico Stankewitz

Die Tour hat eine bewegte erste Woche hinter sich, mit einem deutschen Fahrer im Gelben Trikot, vielen spektakulären Etappen, aber auch mit einem offenbar unvermeidlichen Dopingfall. Mit den ersten Bergetappen beginnt nun traditionell der Schlagabtausch der Favoriten um den Gesamtsieg. Nachdem die erste Bergetappe mit dem Col d’Aspin trotz des souveränen Sieges von Riccardo Ricco noch keine Vorentscheidung brachte, stehen die Fahrer nun vor den ersten beiden Bergriesen der Pyrenäen, dem Tourmalet und der Skistation in Hautacam.

Der Col du Tourmalet ist der erste Pyrenäen-Pass überhaupt, der in das Programm der Tour aufgenommen wurde. Das war im Jahr 1910, als das Feld über eine Schotterstraße fuhr und noch wilde Bären an der Strecke lebten und für Furcht und Schrecken bei den Fahrern sorgten. Die Geschichten um diesen Berg machen einen großen Teil der Faszination der Tour aus. Wie L'Alpes d'Huez oder der Mont Ventoux gehört der Anstieg zu den Mythen der Frankreich-Rundfahrt.

Ein tückischer Berg

Was den Tourmalet zum Mythos gemacht hat, ist vor allem seine Unberechenbarkeit. Die Alpenriesen sind zum Teil höher oder steiler, aber auch regelmäßiger, es ist ein ehrlicherer Kampf des Fahrers gegen den Berg als hier. Am Tourmalet kommt plötzlich ein heißer Wind um die Ecke und raubt den Fahrern die Luft zum Atmen. Dann findet man in einem flacheren Stück scheinbar seine Form wieder, um dann wieder mit einer brutalen Rampe konfrontiert zu werden. Es ist ein tückischer Berg, und er scheint sich zu wehren, wenn man ihn bezwingen will.

Das Feld kommt aus östlicher Richtung, aus St. Marie de Campan, die Seite, wo man vor der Passhöhe die Skistation La Mongie passiert. Die letzten zehn Kilometer auf dieser Seite zählen zum schwersten, was der Radsport zu bieten hat, manche Rampen stehen wie Wände vor den verzweifelten Fahrern.

Aber nach dem Tourmalet ist das Leiden ja noch nicht zu Ende, denn nach der langen Abfahrt kommt noch der kaum weniger schwere Schlussanstieg zur Skistation Hautacam, erst hier fällt wirklich die Entscheidung über den Etappensieg.

Ricco nun Favorit

Das Feld der Favoriten für diesen Tagesabschnitt scheint übersichtlich zu sein, aber vielleicht liegt auch gerade darin die Gefahr, denn in dieser unübersichtlichen Tour ist das Leistungsvermögen noch schwer einzuschätzen.

Sicherlich gilt Riccardo Ricco, die „Kobra“ aus der Mannschaft Saunier Duval als Topfavorit, gerade nach seiner Leistung am Aspin. Die Spekulationen um seine laut "L'Equipe" angeblich extrem auffälligen Blutwerte wischt der zweifache Etappensieger vom Tisch: "Ich habe jetzt zwei Etappensiege und damit die richtige Antwort auf die Polemiken der letzten Tage gegeben."

Ricco selbst setzt für den Tourmalet allerdings auf seinen Teamkollegen, den italienischen Kletterspezialisten Leonardo Piepoli. Nur ein Ablenkungsmanöver?

Bei Cadel Evans wird man abwarten müssen, wie er seine Sturzverletzungen wegsteckt. Ansonsten Valverde? Kim Kirchen? Menchov? Sastre? Viele Fragezeichen. Oder einer der aufstrebenden Fahrer wie der junge Tscheche Roman Kreuziger, der Gewinner der Tour de Suisse? Aus deutscher Sicht ruhen die Hoffnungen ein wenig auf Stefan Schumacher, mehr aber noch auf dem bisher sehr überzeugenden Christian Knees (Milram).

Alle drei Träger des Gelben Trikots nach der Hautacam-Ankunft in der Vergangenheit gewannen nachher die Tour, Miguel Indurain 1994, Bjarne Riis 1996 und Lance Armstrong im Jahr 2000. Ob diese Serie hält? Man wird sehen, aber eine Vorentscheidung wird es hier in jedem Fall geben. Auch wenn der erste Berg nicht die Tour entscheiden wird – viele Fahrer werden hier bereits ihren Traum vom Toursieg 2008 begraben.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(