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Wintersport: DSV-Athleten in Sjusjoen ohne Chance

Marit Björgen und Johan Olsson haben den Saisonauftakt der Langläufer in Sjusjoen für sich entschieden. Während die Konkurrenz jubelte, sollte es für die DSV-Athleten eine Standortbestimmung geben. Die gab es und nach der schneelosen Vorbereitung spielten die Deutschen keine Rolle.

Die deutschen Skilangläufer taten sich beim Start wie erwartet schwer und konnten beim Weltcup-Auftakt im norwegischen Sjusjoen noch keine Akzente setzen. Tobias Angerer schaffte als 14. im 15-Kilometer-Freistil-Rennen der Männer die beste DSV-Platzierung überhaupt. Bei den Frauen kam über 10 Kilometer im freien Stil lediglich Katrin Zeller als 30. in die Punkteränge.

Die Siege holten sich die Norwegerin Marit Björgen sowie der Schwede Johan Olsson. Für Björgen war es der 47. Einzel-Erfolg im Weltcup, womit sie ihren Landsmann Björn Dählie von der Spitze der Athleten mit den meisten Siegen verdrängte.

Erwartungen von Behle bestätigt

"Es ist so in etwa das eingetreten, was ich erwartet habe", sagte Bundestrainer Jochen Behle und lobte besonders Angerer und Andy Kühne, der an seinem 24. Geburtstag als 31. die Punkteränge knapp verpasste. "Für Tobi war es der beste Saisonauftakt seit Jahren. Ich bin sehr optimistisch, dass er schnell unter den Top 10 zu finden sein wird", meinte Behle.

Angerer selbst war auch nicht unzufrieden. "Ich wollte unter die besten 20. Es ging alles richtig gut, ich konnte gleichmäßig laufen. Vielleicht waren die unterschiedlichen Bedingungen auf der Strecke mit Schuld daran, dass die eine oder andere Sekunde liegengeblieben ist. Ich habe aber sehr viel Freude beim Laufen gehabt und gehe schon jetzt mit Vorfreude in die nächsten Rennen", sagte Angerer, der mit Axel Teichmann und dem erkrankten Jens Filbrich seit Sommer selbstständig trainiert.

Teichmann unzufrieden

Teichmann war mit Platz 47 dagegen nicht glücklich. "Irgendwie hat die Frische und Spritzigkeit gefehlt, die ich gestern noch verspürt habe. Am Ende fehlte mir auch der Antrieb, noch einmal anzugreifen, da der Rückstand ziemlich groß war. Die drei Höhentrainings-Blöcke in der Saisonvorbereitung haben vielleicht heute bei mir eine Rolle gespielt", sagte Teichmann, den Behle in Schutz nahm: "Er braucht grundsätzlich ein paar Rennen, um in Form zu kommen. Und die hatten wir in der Vorbereitung wegen des Schneemangels nicht."

Mit den Ergebnissen der Damen haderte der Trainer. "Ich bin mir aber sicher, dass Nicole Fessel viel mehr auf der Kiste hat, als sie gezeigt hat. Es ist aber schwierig, im ersten Wettkampf die hohen Geschwindigkeiten technisch sauber zu laufen", sagte Behle. Lediglich Zeller konnte lächeln. "Ich bin ganz zufrieden, da ich den Wettkampf nach der Krankheitspause vor einem Monat als Aufbaurennen und Standortbestimmung gesehen habe", sagte sie.

sportal.de / sportal

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