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Sportausrüster-Rivalen Von Puma zu Adidas: Björn Gulden wird neuer Vorstandschef beim Sportkonzern

Björn Gulden war bisher Vorsitzender bei Puma
Björn Gulden war bisher Vorsitzender geschäftsführender Direktor des Sportartikelherstellers Puma SE
© Daniel Karmann / DPA
Der Sportkonzern Adidas hat einen neuen Vorstandschef. Zum 1. Januar 2021 soll Björn Gulden das Amt übernehmen. Der Wechsel von Puma zum Konkurrenten kommt überraschend.

Der bisherige Puma-Vorstandschef Björn Gulden wird neuer Konzernchef beim Wettbewerber Adidas. Der Wechsel werde zum 1. Januar nächsten Jahres vollzogen, gab Adidas am Dienstag in Herzogenaurach bekannt. Puma hatte am vergangenen Freitag den Weggang des Norwegers nach erfolgreichen neun Jahren bekanntgegeben. Adidas hatte ebenfalls am Freitag Gespräche mit Gulden bestätigt.

Kasper Rorsted, einst wegen wirtschaftlicher Erfolge gefeierter, zuletzt aber glückloser Konzernlenker bei Adidas, werde bereits mit Ablauf dieser Woche am 11. November das Unternehmen verlassen, hieß es. Bis zur Übernahme durch Gulden werde für den Rest des Jahres Finanzvorstand Harm Ohlmeyer das Ruder bei der Drei-Streifen-Marke übernehmen.

Überraschender Sprung zwischen den Konzernen

Für den einstigen Fußball- und Handball-Profi Gulden ist das Engagement bei Adidas eine Rückkehr. Von 1992 bis 1999 war er dort für Bekleidung und Accessoires zuständig. Gulden war auch schon Deutschland-Geschäftsführer des Schuhhändlers Deichmann und Vorstandsvorsitzender des dänischen Schmuckherstellers Pandora sowie Manager bei der Outdoormarke Helly Hansen.

Der Wechsel zu Adidas kommt dennoch überraschend. Puma und Adidas sind seit Jahrzehnten Rivalen. Die Gründer-Brüder Adolf (Adidas) und Rudolf (Puma) Dassler galten als tief zerstritten. Die Konzernzentralen liegen in Herzogenaurach nur zwei Kilometer voneinander entfernt.

Der Weggang von Rorsted bei Adidas steht bereits seit August fest. Ihm wurden unter anderem von Großaktionären Fehler im wichtigen China-Geschäft angelastet. Auch sein Führungsstil soll in Herzogenaurach auf Kritik gestoßen sein.

cl DPA

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