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Arbeitslosigkeit: "Mir macht das Angst"

Laut einer Umfrage verunsichert die hohe Arbeitslosigkeit bereits die ganz jungen Schüler. Fast 50 Prozent der befragten Kinder sehen schwarz für ihre Zukunft.

Auf die Frage "Glaubst du, dass deine berufliche Zukunft gesichert ist?" antworteten bei einer Umfrage der Zeitschrift "Eltern for Family" 42 Prozent von 1.591 befragten Schülern mit "Nein", genauso viele allerdings auch mit "Ja". 16 Prozent waren unsicher. Die Pessimisten fürchten vor allem die schlechte Arbeitsmarktlage (25 Prozent), gefolgt von der Überzeugung: "Es gibt im Berufsleben keine Sicherheit mehr" (21 Prozent).

Die Zuversichtlichen argumentierten dagegen zu jeweils 18 Prozent mit der Aussage "Ich bin Optimist" oder dem Hinweis auf Ehrgeiz und gute Noten. "Man muss zuverlässig und hilfsbereit sein und gut in der Schule aufpassen", sagte ein 16-jähriger Gesamtschüler, der sicher war: "Wenn man das alles macht, kann eigentlich nichts passieren." Auch eine 14-jährige Hauptschülerin glaubte: "Wenn ich mich anstrenge und verbessere, brauche ich keine Angst zu haben."

"Ich hasse Zeitverträge"

Ein Neunjähriger war dagegen der Ansicht, "dass man nicht viele Chancen hat für einen guten Beruf". Eine 15-jährige Realschülerin verband mit ihrem Wunsch, Erzieherin zu werden, vor allem das Problem: "Immer weniger Kinder werden geboren. Die sichersten Berufe sind in der Altenpflege!"

Mit den Feinheiten des modernen Arbeitsmarktes schien auch eine zehnjährige Grundschülerin schon vertraut zu sein: "Ich hasse Zeitverträge. Wenn der Zeitvertrag abgelaufen ist, muss man sich eine neue Arbeit suchen." Auch ein 18-jähriger Gymnasiast betrachtete seine Zukunft als "keineswegs gesichert, da es zu wenige Ausbildungsplätze für zu viele Bewerber gibt. Mir macht das Angst."

Andere vertrauen auf den Betrieb ihres Vaters oder den Friseurladen der Großeltern, den sie übernehmen wollen. "Da den Menschen immer Haare wachsen, ist Friseur ein sicherer Beruf", sagte eine 17-jährige Realschülerin. Und grenzenlose Zuversicht legte ein zehnjährige Grundschüler an den Tag: "Meine Zukunft ist gesichert, weil man Tennisprofi ohne Schulabschluss werden kann."

AP / AP