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Fake: Auf dieses Facebook-Gewinnspiel sollten Sie besser nicht reinfallen

Wenn es etwas zu gewinnen gibt, ist die Beteiligung auf Facebook in der Regel groß. So auch bei dem Gewinnspiel einer Seite, die sich "Aldi Club Deutschland" nennt und eine KitchenAid-Küchenmaschine verlosen will. Aldi allerdings weiß nichts von dieser Aktion.

Fake-Gewinnspiel auf Facebook

Mit einem Facebook-Post rief der "Aldi Club Deutschland" zu seinem Gewinnspiel auf

Eine KitchenAid-Küchenmaschine als Vorweihnachtsgeschenk? Keine schlechte Idee, müssen sich die knapp 10.000 Facebook-Nutzer (Stand Montag, 15 Uhr) gedacht haben, die ein Gewinnspiel geteilt und kommentiert haben, das sich nun als Fake erwies.

Die Seite des "Aldi Club Deutschland" erstellte ein Album und teilte zwei Bilder der verpackten Küchenhelfer. Darüber der etwas knappe Titel "Kitchenaid - Gewinnen" (die Schreibweise des Markennamens könnte einen schon stutzig machen). Der darauffolgende Text wirkt auch nicht seriöser, scheint die Massen aber trotzdem zu bewegen. Um sich als möglicher KitchenAid-Gewinner zu qualifizieren, soll der Beitrag geteilt und mit "Danke" kommentiert werden. Gelost wird am 4. Dezember - angeblich. Das einer der enthusiastischen Nutzer am Ende tatsächlich eine Küchenmaschine reicher gewinnt, ist unwahrscheinlich. 

Facebook-Gewinnspiel sollte Kundendaten sammeln

Die österreichische Seite "Mimikama", die sich der Aufklärung von Internetmissbrauch verschrieben hat, prüfte das Gewinnspiel und stellte fest, dass es gegen die Kriterien der Facebook-Gewinnspielrichtlinien verstößt und demnach nicht zulässig sein kann. Auch Aldi Süd postete auf seiner Facebook-Seite eine Warnung, dass derzeit mehrere angebliche Aldi-Gewinnspiele im Umlauf seien.

Fake-Gewinnspiele tauchen immer wieder bei Facebook auf, weil sie für die Anbieter durchaus lukrativ sein können. Die Daten der Nutzer werden gesammelt und je größer die Aktivität auf einer Seite, das heißt je öfter Beitrage kommentiert und geteilt wird, desto teurer lässt sich die Seite anschließend verkaufen. 

Wie Sie herausfinden, ob ein Gewinnspiel echt ist:

  • Klingt der Name der Seite seriös? Große Marken wie Aldi und Co. haben einen blauen Zertifizierungshaken neben ihrem Namen. 
  • Gibt es ein glaubwürdiges Impressum? Das Impressum einer Seite gibt Aufschluss darüber, welches Unternehmen hinter dem Gewinnspiel steht.
  • Sind Teilnahmebedingungen vorhanden? Jedes seriöses Gewinnspiel hat Teilnahmebedingungen.
  • Kann man Kontakt zu den Betreibern aufnehmen? Betrüger bleiben gerne im Hintergrund.
  • Wie lange existiert die Seite? Fake-Gewinnspiele werden oft von Seiten initiiert, die nur dafür erstellt wurden. 
  • Wie sehen die Bilder aus? Viele Fake-Gewinnspiele werben mit Bildern, die unscharf oder schlecht fotografiert sind.
  • Wer stellt den Gewinn zur Verfügung? Wenn Gewinne von Sponsoren zur Verfügung gestellt werden, die "nicht genannt werden wollen", sollten Sie skeptisch werden.
Instagram-Kampagne: "Gab's schon": Neuer Aldi-Spot veralbert Viraltrends
sve
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.