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Nach dem Brexit-Referendum: Immer mehr Briten recherchieren im Netz, wie man auswandert

Das Onlineportal Expatistan vergleicht die Lebenshaltungskosten in über 2000 Städten und bietet Hilfestellung für Auswanderer. Seit der Brexit-Abstimmung recherchieren dort um 30 Prozent mehr Briten als sonst zum Thema Auswanderung.

Offenbar wollen immer mehr Briten auswandern, wenn der Brexit tatsächlich vollzogen wird.

Offenbar wollen immer mehr Briten auswandern, wenn der Brexit tatsächlich vollzogen wird.

Der mögliche Brexit stiftet nicht nur in der britischen Politik, dem Finanzwesen und den EU-Spitzen Verwirrung und sorgt für Unsicherheit, sondern auch bei den ganz normalen Menschen. Analysen des Portals Expatistan zeigen, dass sich in den Tagen nach dem Referendum um 30 Prozent mehr Briten als sonst auf der Plattform informiert haben, was es bei einer möglichen Auswanderung zu beachten gibt. Am Freitag und Samstag danach gab es sogar eine Steigerung um 51 Prozent:

Am Freitag und am Samstag nach Bekanntwerden des Ergebnisses des Brexit-Referendums stiegen die Suchanfragen nach einem Umzug von einer britischen in eine ausländische Stadt um 51 Prozent an.

Am Freitag und am Samstag nach Bekanntwerden des Ergebnisses des Brexit-Referendums stiegen die Suchanfragen nach einem Umzug von einer britischen in eine ausländische Stadt um 51 Prozent an.

In den Daten findet sich auch eine Korrelation zwischen dem Abstimmungsverhalten in einer Stadt und den Besuchen auf Expatistan. Je höher der Anteil der Stimmen für einen Verbleib in der EU waren, desto höher war auch das Interesse an einer möglichen Auswanderung:

Diese Grafik zeigt die Korrelation zwischen dem Abstimmungsergebnis und dem Anteil der potentiell Auswanderungswilligen auf Expatistan.

Diese Grafik zeigt die Korrelation zwischen dem Abstimmungsergebnis und dem Anteil der potentiell Auswanderungswilligen auf Expatistan.

Auf Expatistan kann man auch das Preislevel von über 2000 Städten weltweit vergleichen. Am häufigsten wurde das Preisniveau in britischen Städten mit jenen in Kanada (ein Plus von 324 Prozent) verglichen, dahinter folgt bereits Deutschland (143 Prozent), auf Rang drei liegt knapp dahinter Thailand (140 Prozent).


gos
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