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Fluggesellschaften: TUI verzahnt Fluggesellschaften enger

Der Reiseriese TUI will seine beiden deutschen Fluggesellschaften Hapag-Lloyd Flug und HLX enger zusammenführen. Ziel des größten europäische Reisekonzerns ist es, im großen Stil Kosten zu senken.

Die beiden Fluggesellschaften sollen in den Bereichen Netzplanung, Datenverarbeitung und Marketing stärker zusammenarbeiten. Außerdem sollen die Airlines mehr Personal austauschen, wie TUI am Freitag im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung am Donnerstag mitteilte. Die beiden eigenständigen Marken sollen aber erhalten bleiben. Hapag-Lloyd Flug hat 34 Maschinen, HLX 11.

Endlich Einigung mit Pilotengewerkschaft

Die neue Ausrichtung wurde möglich, weil sich TUI und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit im Juni auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 500 Piloten des TUI-Ferienfliegers Hapag-Lloyd Flug geeinigt hatten. Die Hapag-Lloyd-Piloten hatten vorher deutlich bessere Konditionen als die Flugzeugführer des TUI-Billigfliegers HLX, vor allem mussten sie weniger arbeiten. Nach dem neuen Tarifvertrag können die Piloten nun aber zwischen beiden Gesellschaften hin- und hergetauscht werden, was Geld spart.

Chef der Fluggesellschaften für Europa Mitte wird der TUI-Mitteilung zufolge Wolfgang John, der bisher Hapag-Lloyd Flug leitete. Johns Vorgesetzter Volker Böttcher, bisher Chef der TUI in Europa-Mitte, wird nach einem Beschluss des Aufsichtsrates weiter aufgewertet. Er ist künftig ebenfalls verantwortlich für die Internetaktivitäten in Mitteleuropa, wie das neue Hotelportal und die Internetbuchungsmaschine. TUI berief außerdem den Chef der Schifffahrt- und Logistiktochter Hapag Lloyd, Michael Behrendt, als vierten Bereichsvorstand in die zweithöchste Führungsebene des Konzerns. TUI wollte die Reederei ursprünglich an die Börse bringen, sagte den Plan aber ab, weil die Investoren aus Sicht des Konzerns nicht genug bezahlen wollten. (AP)

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