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Führt Amazon Kunden mit seinem Spendenportal in die Irre?

Ende des vergangenen Jahres ging Amazon mit seiner Spendenplattform "smile" online. Jetzt wurde das Unternehmen von der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch scharf kritisiert. Der Vorwurf: Amazon generiere "Umsatz mit falschen Versprechen".

Das Amazon-Logo auf der Wand einer Logistik-Halle in Nordfrankreich

Foodwatch fordert von Amazon eine klarere Kundenkommunikation

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch schlägt gegen die die Spendenplattform Smile des Internethändlers  kritische Töne an: "Amazon führt Menschen in die Irre, die eine gute Sache unterstützen wollen", erklärte Foodwatch-Chef Martin Rücker am Montag. Der Online-Händler generiere "Umsatz mit falschen Versprechen".

Den Verbraucherschützern zufolge führte Amazon in einer Liste von zu unterstützenden Organisationen. Foodwatch habe dem aber nie zugestimmt und werde sich auch nicht für die Plattform registrieren, erklärte die Organisation. Dennoch zeigte Amazon Kunden auf seiner Website und in E-Mails an, sie könnten Foodwatch unterstützen oder hätten dies bereits getan. Geld von Amazon sei bei Foodwatch nie angekommen, hieß es in der Erklärung. Erst nach einem Schreiben von Foodwatch habe Amazon am Freitag reagiert und die Organisation wie gefordert von der Liste genommen.

Foodwatch will keine Spenden von Amazon annehmen

"Wir standen im Vorfeld nicht einmal in Kontakt mit Amazon über die Frage, ob wir uns an der Plattform beteiligen wollen oder nicht", erklärte . Die Organisation drängte den Konzern dazu, "den unter dem irreführenden Eindruck, es könnte Foodwatch unterstützt werden, erzielten Umsatz an eine gemeinnützige Organisation" zu spenden.

Zugleich stellte Foodwatch klar, dass die Organisation selbst von Amazon keine Spenden annehmen werde. Da der Internetkonzern auch mit Lebensmitteln handle, würden Spenden von Seiten Amazons gegen den Grundsatz der Unabhängigkeit verstoßen, argumentierten die Verbraucherschützer.

Amazon hatte Ende vergangenen Jahres unter smile.amazon.de sein eigenes Spendenportal gestartet. Bei Bestellungen über diese Seite leitet Amazon nach eigenen Angaben 0,5 Prozent der Einkaufssumme an eine vom Kunden gewählte Organisation weiter.

sve/AFP

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