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Ab November EZB wird 21 deutsche Banken direkt überwachen


Deutsche Bank, Commerzbank, Sparkasse und Co.: Die neue Bankenaufsicht der EZB wird ab November nach einer vorläufigen Auswahl 21 deutsche Institute direkt überwachen.

Die neue EZB-Bankenaufsicht wird nach einer vorläufigen Auswahl von November an 21 deutsche Institute direkt überwachen. Das geht aus einer Liste hervor, die die Notenbank auf ihrer Internetseite veröffentlicht hat. Eine endgültige Entscheidung über die Zahl der Institute will die Europäische Zentralbank (EZB) nach Angaben eines Sprechers bis Anfang September treffen.

Die Liste der deutschen Institute umfasst neben den beiden Branchenführern Deutsche Bank und Commerzbank die sechs Landesbanken, die beiden genossenschaftlichen Spitzeninstitute DZ und WGZ sowie die Immobilienfinanzierer Aareal Bank und Münchner Hypothekenbank.

Zudem werden die EZB-Aufseher der Hypo Real Estate Holding, der größten deutschen Sparkasse Haspa, dem Sparkassen-Fondsdienstleister Deka, der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, der SEB und Volkswagen Financial Services künftig genau auf die Finger schauen. Komplettiert wird die deutsche Liste durch die Förderinstitute Landeskreditbank Baden-Württemberg, NRW.Bank und Landwirtschaftliche Rentenbank.

Damit fallen drei der 24 Institute nicht mehr unter die direkte Aufsicht der neuen Bankenkontrolleure, deren Bilanzen derzeit von den Aufsehern auf Risiken und mögliche Altlasten durchleuchtet werden: Die KfW-Tochter Ipex, die Düsseldorfer IKB sowie der Finanzdienstleister Wüstenrot & Württembergische.

Die EZB übernimmt am 4. November die zentrale Aufsicht über die führenden Bankkonzerne im Euroraum. Zuvor werden die Institute per Bilanzcheck und Stresstest durchleuchtet.

jen/DPA DPA

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