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AKTIENNEWS: Gewinnrückgang bei Gucchi stärker als erwartet

In den Monaten Februar bis April 2002 sank der Nettogewinn des italienischen Modegiganten um 42 Prozent. Konzernchef De Sole: »Wir müssen vorsichtig sein.«

Die weltweit drittgrößte Luxusartikel-Gruppe Gucci hat im abgelaufenen ersten Geschäftsquartal einen stärkeren Gewinnrückgang verzeichnet als von Analysten erwartet. Gleichwohl bekräftigte das Unternehmen am Mittwoch seine Prognose für das Gesamtjahr, wonach ein Ergebnisrückgang um bis zu 16 Prozent erwartet wird.

Nettogewinnn in drei Monaten um 42 Prozent gefallen

In den Monaten Februar bis April sei der Nettogewinn um 42 Prozent auf 35,5 Millionen Euro gefallen, teilte der Konzern mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn von 43,8 Millionen Euro gerechnet. Als Gründe für den Ergebnisrückgang nannte der Konzern einen hohen Betriebsverlust bei der französischen Sparte Yves Saint Laurent und geringere Zinseinnahmen auf das Barvermögen. Der Umsatz der Gruppe ging den Angaben zufolge um 1,5 Prozent auf 607,6 Millionen Euro zurück und lag damit auch unter den Analystenschätzungen von 614,3 Millionen Euro.

Gucci-Chef: »Vorsichtig sein«

Angesichts der unsicheren Zeit müsse der Konzern vorsichtig sein, erklärte Gucci-Chef Domenico De Sole mit Blick auf die Prognose für das Gesamtjahr. Der Luxusgüter-Konzern rechnet mit einem Gewinnrückgang je Aktie (verwässert) um drei bis 16 Prozent auf 2,60 bis 3,00 Euro.

Gucci-Aktien legten am Mittwochvormittag gegen den schwachen Markttrend an der Amsterdamer Börse um 0,4 Prozent auf 100,70 Euro zu. Im New Yorker Handel waren die Papiere bereits am Dienstag um 0,8 Prozent auf 97,75 Dollar gestiegen. Nach Angaben von Marktteilnehmern profitiert der Gucci-Aktienkurs von dem Angebot des französischen Mehrheitseigners Pinault Printemps Redoute, alle Gucci-Aktien im Jahr 2004 zum Preis von 101,50 Dollar zu kaufen.