HOME

Rückruf für Mercedes A-Klasse: In der A-Klasse klemmt der Airbag

Crash-Test-Patzer, Gewinnrückgänge und nun auch noch das: Bei der A-Klasse gibt es ernste Probleme mit dem Beifahrer-Airbag. 6000 Wagen müssen in die Werkstatt.

Von Gernot Kramper

Die A-Klasse sollte die Marke verjüngen. Sie sollte sportlich sein und doch die alten Mercedes-Tugenden Qualität und Sicherheit bewahren. Ausgerechnet bei dem Vorzeigeprodukt aber zickt nun der Airbag. Der Defekt trifft die Marke ins Herz, denn wenn ein Mercedes eines verspricht, dann ist das Sicherheit. Der Hoffnungsträger muss nun wegen Sicherheitsbedenken in die Werkstatt.

Es besteht die Gefahr, dass sich der Beifahrer-Airbag nicht richtig öffnet, weil die Perforation im Instrumententräger nicht korrekt ausgeführt wurde. Dadurch kann es geschehen, dass sich der Airbags nicht so entfalten kann, wie vorgesehen. Entdeckt wurde das Problem bei internen Tests. Nach Angaben von Mercedes hat es keine Personenschäden in Zusammenhang mit diesem Mangel gegeben. Allein in Deutschland sollen etwa 6000 Fahrzeuge betroffen sein, weltweite Zahlen nannte der Konzern nicht. Alle Modelle, die von Juni bis Dezember 2012 produziert wurden, müssen demnach überprüft werden.

Gravierender Störfall in wichtiger Baureihe

Es ist der zweite gravierende Störfall in kurzer Zeit. Das schlechte Abschneiden des Citan im Crashtest nagte erst vor kurzem am Mercedes-Image. Doch beim Citan handelt es sich genau genommen um keinen echten Mercedes. Der Citan ist ein Renault Kangoo mit ein paar Dekorelementen der Stuttgarter. Die A-Klasse hingegen ist eine komplette Eigenentwicklung. Fehler bei der Montage oder bei Zulieferern gehen auf das Konto von Daimler.

Die neue A-Klasse gilt neben der runderneuerten E- und der kommenden S-Klasse als großer Hoffnungsträger der Schwaben. Die A-Klasse soll Mercedes bei der Aufholjagd in der Oberklasse Rückenwind zu verschaffen. Es gilt, die Rivalen BMW und Audi einzuholen, und zu beweisen, dass die A-Klasse das beste Angebot für jugendliche Aufsteiger im Markt sein kann.

mit Agenturen
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.