AKTIENNEWS Infineon tief in den roten Zahlen


Der Halbleiter-Hersteller Infineon ist wegen des Preisverfalls und Überkapazitäten wie erwartet tief in die Verlustzone gestürzt und verbuchte im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2000/01 vor Steuern und Zinsen einen Verlust von 598 Millionen Euro.

Der Umsatz brach um 30 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro ein. Der Halbleiter- Hersteller hatte bereits zuvor vor dem schlechten Ergebnis gewarnt. Nach dem hohen Quartalsverlust rechnet Infineon auch im gesamten Geschäftsjahr 2000/01 (30. September) mit roten Zahlen. Es gibt keine eindeutigen Anzeichen für eine Markterholung, so Infineon. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres erzielte Infineon einen Nettoverlust von 68 Millionen Euro nach einem Gewinn von 545 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal betrug der Netto-Verlust 371 Millionen Euro.

Auch im vierten Quartal - und somit im Gesamtjahr - rechnet Finanzvorstand Peter Fischl mit roten Zahlen. Die Abschreibungen sollen aber geringer ausfallen. Infineon hatte vergangene Woche rund 1,5 Milliarden Euro durch eine Kapitalerhöhung eingenommen. Das Geld soll vor allem in Investitionen gesteckt werden Auch falls die Rückkehr in die Gewinnzone nicht gelingen sollte, sichere der Erlös der Kapitalerhöhung die Finanzierung der nächsten zwölf Monate.

Angesichts des schlechten Infineon-Ergebnisses dürften auch die mit Spannung erwarteten Quartalszahlen von Siemens schlecht ausfallen, die am Mittwoch veröffentlicht werden. Siemens hält noch gut 50 Prozent an der Infineon Technologies AG (München), will sich aber ganz von der Chiptochter trennen.

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