AKTIENNEWS Schwere Zeiten für die Maus


Der Gewinn des US-Unterhaltungskonzerns Walt Disney Company ist im abgelaufenen Quartal vor allem wegen rückläufiger Werbeeinnahmen um 55 Prozent auf 297 Millionen Dollar eingebrochen.

Damit ist das Ergebnis vor Sonderposten aber dennoch besser ausgefallen als Analysten erwartet hatten. Der nachlassende Umsatz in allen Geschäftsbereichen wurde aber nur teilweise durch Kosteneinsparungen aufgefangen, teilte der Betreiber von Filmstudios, Fernsehsendern und Vergnügungsparks nach Börsenschluss mit. Erst ab Mitte dieses Jahres ist mit besseren Ergebnissen zu rechnen, sagte Finanzchef Tom Staggs.

Der Gewinn von Disney fiel den Angaben nach vor Einmalerträgen aus Beteiligungsverkäufen von Oktober bis Dezember auf 297 (Vorjahreszeitraum 657) Millionen Dollar oder 0,15 Dollar je Aktie. Der Nettogewinn je Aktie des im kalifornischen Burbank ansässigen Unternehmens lag bei 0,21 Dollar.

Das Disney-Filmstudio konnte zwar mit Kassenknüllern wie »Die Monster AG« und Wiederauflagen auf DVD von »Pearl Harbor« und »Schneewittchen und die sieben Zwerge« gut verdient, hieß es weiter. Doch damit hat der Konzern nicht die Einnahmeausfälle wett machen können, nachdem Werbekunden weniger Reklame gebucht hatten. Der Proforma-Umsatz fiel binnen Jahresfrist auf 7,1 Milliarden Dollar von 7,6 Milliarden Dollar.

Auch der konzerneigene Fernsehsender ABC, der mit der US-Version von »Wer wird Millionär?« lange Zeit die Quotenkrone trug, fiel in der Zuschauergunst zuletzt auf den vierten Rang zurück. Nach den Anschlägen vom 11. September wirkte sich zudem die gedämpfte Reiselust der US-Bürger negativ auf die Ergebnisse der Disney-Vergnügungsparks aus. Besonders hart getroffen hat dies »Walt Disney World« in Florida. Bereits im November hatte der Konzern, zu dessen Zugpferden die Comicfiguren Micky Maus und Donald Duck gehören, vor einem auch 2002 weiter schwachen Reklamemarkt und niedrigen Besucherzahlen der Freizeitparks gewarnt.

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